Pussy Riot-Mitglieder auf der Flucht

Raus aus Russland

© AP

Pussy Riot-Mitglieder auf der Flucht

Es ist ein herber Rückschlag für Russlands Präsidenten Wladimir Putin: Zehn Tage nach der Verurteilung von drei regimekritischen Aktivistinnen der Punk-Band Pussy Riot wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“ zu zwei Jahren Straflager, flüchteten jetzt zwei weitere Band-
Mitglieder ins Ausland.

Neue Aktionen
In dem Drama, das an Dissidenten-Absprünge während der Sowjet-Zeiten erinnert, blieb der Aufenthaltsort der Frauen unbekannt. Sie wollten einer „strafrechtlichen Verfolgung“ entgehen, teilte die Band via „Twitter“ mit. Sie würde auch „ausländische Feministinnen rekrutieren, um neue Protestaktion vorzubereiten“. Sie seien an einem „sicheren Ort“, wo die „Polizei sie nicht erreichen kann“, so der Mann einer Verurteilten. Das Land habe kein Auslieferungsabkommen mit Russland.

Eskalation
Der Thriller erschüttert Russland und entsetzt die Welt: Am 21. Februar hatten fünf „Pussy“-Provokateurinnen mit einem schrillen „Punk-Gebet“ in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale ihrer Wut gegen Putin Kirche Luft gemacht (siehe unten). Drei von ihnen wurden verurteilt, die zwei weiteren, jetzt abgesprungenen Sängerinnen waren erst jüngst „identifiziert und von der Polizei gesucht worden“, so die Behörden.

Putin setzt damit in der Hexenjagd gegen die Dissidentinnen offenbar auf Eskalation: Im Visier könnten jetzt weitere zwölf Mitglieder von Pussy Riot geraten, die nicht an der Aktion in der Kathedrale beteiligt waren.

Diashow Pussy Riot-Prozess: Alle Fotos
Yekaterina Samutsevich

Yekaterina Samutsevich

Hier wird am Freitag, 17. August 2012, die Punk-Band zum Gericht gebracht.

Maria Alekhina

Maria Alekhina

Hier wird am Freitag, 17. August 2012, die Punk-Band zum Gericht gebracht.

Maria Alekhina

Maria Alekhina

Hier wird am Freitag, 17. August 2012, die Punk-Band zum Gericht gebracht.

Yekaterina Samutsevich

Yekaterina Samutsevich

Hier wird am Freitag, 17. August 2012, die Punk-Band zum Gericht gebracht.

Yekaterina Samutsevich

Yekaterina Samutsevich

Hier wird am Freitag, 17. August 2012, die Punk-Band zum Gericht gebracht.

Yekaterina Samutsevich

Yekaterina Samutsevich

Hier wird am Freitag, 17. August 2012, die Punk-Band zum Gericht gebracht.

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Hinter Panzerglas im Gerichtssaal

Proteste auch in Wien

Proteste auch in Wien

Vor dem Burgtheater wurde gegen die 2-jährige Haftstrafe für die Pussy-Riot-Mitglieder demonstriert.

Proteste auch in Wien

Proteste auch in Wien

Proteste auch in Wien

Proteste auch in Wien

Proteste auch in Wien

Proteste auch in Wien

Proteste auch in Wien

Proteste auch in Wien

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Aufregung nach dem Urteil

Das Urteil gegen Pussy 
Riot offenbart Russlands Demokratie-Krise.

Diese Punkerinnen haben die Welt verändert: Im Februar stürmten sie die Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale und sangen dort ein Lied gegen Putin. Vor zehn Tagen dann der Schock: Nadeschda Tolokonnikowa (22), Maria Aljochina (24) und Jekaterina Samuzewitsch (30) müssen deshalb für zwei Jahre in ein Straflager.

Die Härte gegen die jungen Frauen hat aber Putin nicht nur im Ausland Sympathien gekostet. Auch in Russland wächst der Widerstand.

Diashow Pussy Riot: Die Band-Mitglieder
Nadeschda Tolokonnikova

Nadeschda Tolokonnikova

Den Angeklagte droht nach einem Punkgebet gegen Putin und Patriarch Kirill in der wichtigsten russisch-orthodoxen Kirche eine langjährige Haftstrafe.

Yekaterina Samutsevic

Yekaterina Samutsevic

Den Angeklagte droht nach einem Punkgebet gegen Putin und Patriarch Kirill in der wichtigsten russisch-orthodoxen Kirche eine langjährige Haftstrafe.

Maria Alekhina

Maria Alekhina

Den Angeklagte droht nach einem Punkgebet gegen Putin und Patriarch Kirill in der wichtigsten russisch-orthodoxen Kirche eine langjährige Haftstrafe.

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