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Putin-Gegner vor Kreml ermordet

Moskau

Putin-Gegner vor Kreml ermordet

Der russische Oppositionspolitiker Boris Nemzow ahnte, dass er in höchster Gefahr ist. In einem Interview nur wenige Stunden vor dem Mord deutete der zweifache Familienvater an: „Ich habe Angst, dass Putin mich töten wird. Ich glaube, dass er derjenige war, der den Krieg in der Ukraine entfesselte.“

VIDEO: aus diesem Auto wurde Nemzow mutmaßlich erschossen

Video zum Thema Aus diesem Auto wurde Nemzow erschossen

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Auftragskiller feuerten aus einem weißen Auto
In der Nacht zum Freitag fielen schließlich die tödlichen Schüsse: Nemzow wurde kurz vor Mitternacht auf offener Straße in direkter Nähe zum Kreml erschossen. Vier Projektile trafen ihn in den Rücken, als er gerade mit einer Ukrainerin auf einer Brücke über die Moskwa ging. Zuvor waren die beiden in einem Restaurant. Abgefeuert wurden die Schüsse aus einem fahrenden weißen Auto. Die Täter verwendeten Makarow-Pistolen.

Minutiös geplant
Die Polizei ist überzeugt, dass Nemzow den ganzen Abend über von seinen Mördern beobachtet wurde, sie nur auf den passenden Moment warteten.

Feind
Nemzow war einer der schärfsten Kritiker von Präsident Putin (62). Unter Jelzin war er Vize-Ministerpräsident. Offen prangerte er an, dass russische Beamte und Parlamentarier keine Steuern zahlen. Für Aufsehen sorgte Nemzow mit Berichten über Korruption im Dunstkreis Putins.

Zuletzt arbeitete er an einem Aufdecker-Report über Beweise für Moskaus Beteiligung am Krieg in der Ukraine. Der Bericht sollte demnächst veröffentlicht werden. Nemzow sagte stets klar, „dass Putin den Krieg angestiftet hat“. Putin kündigte an, dass er alles tun werde, „um den Auftragsmord zu klären“.

K. Wendl

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