Putin baut irren Super-Panzer

Armata T-14

Putin baut irren Super-Panzer

Letztes Jahr wurde der T-14 Armata auf der 1.-Mai-Parade vorgestellt. Nun will Russland dafür eine Kanone im Kaliber 152 Millimeter entwickeln. Und um den Superpanzer ganz besonders zu machen, soll er eine Tarnkappen-Beschichtung bekommen, die ihn unsichtbar werden lässt.

20 weitere Panzer
Die auf der Parade vorgestellten Modelle sollten alle anderen Panzer der Welt deklassieren. Trotz einiger Schwächen - unter anderem leckte das Motoren-Öl - wurden die Panzer auf Übungsplätzen erprobt. Es handelte sich also nicht um reine Showmodelle.

Der Chef des Herstellers "Uralvagonzavod", Vyacheslav Khalitov, kündigte nun an, 20 weitere Panzer auszuliefern. "Unsere interne Erprobung der Prototypen wird uns helfen, Probleme aufzuspüren. Danach werden sie an die Armee übergeben und unter verschiedenen Klimabedingungen getestet. Das wird in den Jahren 2016 bis 2017 stattfinden", erklärte Khalitov. Es wurde angekündigt, dass die Truppe schon im Jahr 2020 mehr als 2.000 Panzer des Modells T-14 benutzen soll. Aus diesem Grund müsste schon 2017 die Serienfertigung beginnen.

Schwere Kanone
Der Chef des Herstellers kündigte außerdem an, dass für den Armata T-14 ziemlich sicher eine schwere Kanone entwickelt wird, deren Leistungsdaten alle existierenden Kanonen in den Schatten stellen soll.



"Ein 152-Millimeter-Kaliber ist sehr effektiv und es benötigt keine Spezialmunition, um mit der Panzerung fertig zu werden", schilderte Khalitov. Ein 152-Millimeter-Projektil habe außerdem genug kinetische Energie, um einen Geschützturm einfach wegzublasen. "Das ist eine vielversprechende Richtung."

Riesige Projektile
Die Wolfram-Munition der Leopard-II-Kampfpanzer soll zurzeit nicht mehr in der Lage sein, die Panzerung eines russischen T-90 zu durchbrechen. Dieses Problem würde bei dem russischen Superpanzer nicht auftreten, da die Monsterkanone einen getroffenen Panzer einfach umwerfen würde.

Dennoch scheiterte der Bau so großer Panzerkanonen bisher immer daran, dass das größere Geschoss zumindest auf die gleiche Geschwindigkeit wie kleinere Kaliber beschleunigt werden muss, um die erwünschte Wirkung zu erzielen.

Tarnkappen-Beschichtung
Hersteller-Chef Khalitov verriet zu den Einzelheiten über den Schutz des Panzers. Dazu gehöre auch eine Art Tarnkappen-Beschichtung, die dazu führen soll, den Panzer unsichtbar zu machen.

Dies soll allerdings nicht so geschehen, dass der T-14 plötzlich nicht mehr sichtbar ist: Die Beschichtung soll es für Zielerfassungssysteme unmöglich machen, den Superpanzer ins Visier zu nehmen. Außerdem soll sie laut Stern.de gleichzeitig optische Sensoren und Radargeräte täuschen können. Auch das Anmessen mittels Infrarotstrahlung soll durch die Beschichtung nicht möglich sein. Ob die Theorie jedoch tatsächlich funktioniert, kann zurzeit nicht wirklich beurteilt werden.

Schnäppchen-Preise
Um Gerüchten entgegenzutreten, dass der T-14 sehr viel teurer als geplant werde, wurden schon im Herbst 2015 Schnäppchen-Preise von 250 Millionen Rubeln genannt. Dies wären in etwa 3,1 Millionen Euro. Im Vergleich dazu kosten westliche Modelle wie der aktuelle Leopard oder der M1 Abrahams zwischen 7 und 9 Millionen Euro. Nachfolgermodelle, die dem T-14 entgegentreten könnten, wären dabei noch teurer.

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