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Putin bombt Ukraine zur Aufgabe

Stadt gefallen

Putin bombt Ukraine zur Aufgabe

Verbissen gekämpft wurde um die strategisch wichtige Schlüsselstadt bis zuletzt – Artilleriefeuer, Grad-Raketen, Straßenschlachten. Ohne Rücksicht auf die Bevölkerung. Letztlich gab die ukrainische Armee doch auf, kapitulierte. Kiew wollte kein Massaker. Tausende ukrainische Soldaten waren in der Stadt eingeschlossen.
Seit Mittwochfrüh flüchten Ukraine-Einheiten mit ihren Panzern und Truppentransportern in Richtung Nordwesten. Selbst dabei werden sie von Separatisten beschossen – ein Chaos.

Nun ist Debalzewe völlig zerstört und in der Hand von prorussischen Rebellen. Zehntausende Menschen sind vertrieben – Frauen, Kinder, Senioren . Insgesamt haben fast zwei Millionen die Ostukraine verlassen. Die größte Flüchtlingswelle seit dem Balkan-Krieg.

Waffen, Soldaten: Putin ließ Feuerpause brechen
Zwar haben die prorussischen Rebellen und Kremlchef Putin in Minsk den Waffenstillstandsplan unterschrieben. Doch schon damals wusste Putin, dass er diesen brechen würde . Offen unterstützte er die Rebellen mit Panzern, Raketen, Soldaten, Geld. Debalzewe musste zu Fall gebracht werden.

Die Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die einzige Eisenbahnlinie führt durch den Ort. Zusätzlich sind die Rebellenhochburgen Donezk und Luhansk nun durchgehend verbunden. Russland-Experte Mangott sagt: „Zu hoffen ist, dass Russlands Machthunger endlich gestillt ist.“

Karl Wendl

 

Poroschenko wollte Massaker verhindern

Nach dem Rückzug verhöhnt Putin Ukraine-Präsident: „Das Leben geht weiter.“

 Letztlich gab Ukraine-Präsident Petro Poroschenko den Befehl zur Kapitulation. Hätte er es nicht getan, ein Massaker wäre die Folge gewesen: „Debalzewe hat der Welt das wahre Gesicht der Banditen und Separatisten gezeigt, die von Russland unterstützt werden“, so Poroschenko.

Er brachte sich mit dem Rückzug massiv unter Druck. Jene radikalen Kräfte in Kiew , die weiter militärisch gegen die Separatisten vorgehen wollen, sind nun im Vormarsch.

Putin kommentierte den Fall von Debalzewe zynisch: „Es ist natürlich immer schlecht, wenn man verliert. Aber das Leben geht weiter. Kiew kann im Kampf nichts mehr erreichen, höchstens noch mehr Tote. Am Endergebnis ändert das nichts."

(wek)

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