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Randalierer verwüsteten Athen

Griechenland

Randalierer verwüsteten Athen

Im Kampf gegen die Staatspleite hat Griechenlands Parlament am späten Sonntag ein neues Sparpaket gebilligt. Eine Mehrheit von 199 der 278 anwesenden Abgeordneten stimmte für den Plan, der Entlassungen im öffentlichen Dienst sowie Kürzungen beim Mindestlohn und Renten vorsieht. Bei gewaltsamen Protesten in der Hauptstadt Athen und in Thessaloniki waren Brände gelegt und mehrere Menschen verletzt worden.

Diashow Straßenschlacht in Athen

Straßenschlacht in Athen

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Zentrum Athens verwüstet
Bei den Ausschreitungen wurden weite Teile im Stadtzentrum Athens verwüstet. Die Straßenschlachten brachen am Rande einer völlig friedlichen Demonstration von zehntausenden Menschen aus, die Sonntagabend vor dem Parlament gegen das harte Sparprogramm protestierten.

Die Randalierer attackierten die Polizei, die anschließend sofort Tränengas einsetzte. Diese spalteten sich und zündeten in verschiedenen Teilen der Stadt gleichzeitig Geschäfte und Banken an. Nach Krankenhausangaben wurden 74 Menschen verletzt.

Etwa 45 Brände seien gelegt worden, berichtet die Feuerwehr. Die meisten Feuer wurden durch Molotowcocktails verursacht. Wegen der Menschenmassen auf den Straßen hatte die Feuerwehr Schwierigkeiten, zu brennenden Gebäuden zu gelangen. Einige Gebäude brannten völlig aus. Zahlreiche Geschäfte und Banken wurden schwer beschädigt und geplündert, dutzende Ampeln zerschlagen.

"Wir haben enorme Schäden", sagte Bürgermeister Giorgos Kominis. Die Hauptstraßen Panepistimiou, Stadiou, die Einkaufsstraßen Athinas und Ermou und der zentrale Syntagmaplatz vor dem Parlament sahen am Montag in der Früh wie ein Trümmerfeld aus.



Hintergrund

Regierungschef Lucas Papademos verurteilte die Gewalt. Sie habe "in einer Demokratie keinen Platz", sagte er. Papademos hatte zuvor im Parlament für das Sparprogramm geworben. Es gehe darum, zusammen "mit der Europäischen Union und der gemeinsamen Währung voranzukommen" oder in "die Armut, den Bankrott, die Ausgrenzung und den Ausschluss aus dem Euro" abstürzen, so Papademos. Die geplanten Einschnitte sehen unter anderem kräftige Lohnkürzungen im Privatsektor sowie Entlassungen von 150.000 Staatsbediensteten bis 2015 vor.

Die Finanzminister der Eurozone machen ihre Zustimmung zu einem weiteren Kredit der Troika in Höhe von 130 Milliarden Euro unter anderem davon abhängig, dass Griechenland neue Einsparungen in Höhe von 325 Millionen Euro realisiert. Außerdem sollen sich die Chefs der Regierungsparteien schriftlich zur Umsetzung der Sparmaßnahmen verpflichten. Dies soll verhindern, dass die Zustimmung durch die für April vorgesehenen Neuwahl der Parlaments obsolet werden könnte.
 

 





 

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