Raumsonde Phobos-Grunt kracht auf Erde

Außer Kontrolle

Raumsonde Phobos-Grunt kracht auf Erde

Die außer Kontrolle geratene russische Raumsonde Phobos-Grunt stürzt nach neuen Berechnungen aus Moskau vermutlich am 15. Jänner ab. Da der rund 13,5 Tonnen schwere Satellit nur zum Teil in der Erdatmosphäre verglühen werde, rechne das Verteidigungsministerium mit dem Aufprall von Trümmern auf die Erde. Das sagte Oberst Alexej Solotuchin am Mittwoch nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau.

Für eine Berechnung des Absturzortes sei es zu früh. Nach vorangegangenen Schätzungen der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos könnten mindestens 20 Trümmer mit einem Gesamtgewicht von maximal 200 Kilogramm auf die Erde stürzen.

Die am 9. November 2011 (Ortszeit) gestartete Raumsonde sollte zum Marsmond Phobos fliegen, kreist stattdessen aber wegen technischer Probleme um die Erde. Phobos-Grunt befinde sich in maximal 224 Kilometern Höhe und sinke ständig, sagte Solotuchin. Laut Roskosmos werden die hochgiftigen Stoffe im Tank der 120 Millionen Euro teuren Marsmond-Sonde beim Eintritt in die Erdatmosphäre vermutlich verglühen. Auch das radioaktive Kobalt an Bord sei nicht gefährlich.

Mit der ersten interplanetaren Mission seit 15 Jahren wollte die Raumfahrtnation Russland nach vielen Rückschlägen international wieder Eindruck machen. Erst im Dezember war aber auch der russische Militärsatellit Meridian wegen der Fehlzündung einer Sojus-Rakete abgestürzt. Danach ordnete die Regierung in Moskau eine neue Kosmos-Strategie bis Ende Februar an.

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