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Rebellenchef bei Luftangriff getötet

Syrien

Rebellenchef bei Luftangriff getötet

Die radikal-islamischen Rebellen in Syrien haben einen ihrer wichtigsten Anführer verloren. Die syrische Armee bestätigte am Freitag, Zahran Alloush, der Chef der einflussreichen Miliz Jaysh al-Islam, sei bei einem Luftangriff in einem Vorort von Damaskus ums Leben gekommen. Von Seiten der Rebellen hieß es, Alloush sei durch russische Raketen getötet worden.

Neben Alloush, dessen voller Name Mohammed Zahran Abdullah Alloush lautet, seien fünf weitere Anführer getötet worden, hieß es in Oppositionsmedien. Beobachtern zufolge könnte der Tod des 44-Jährigen dem syrischen Machthaber Bashar al-Assad den Rücken stärken für die anstehenden Friedensgespräche mit der Opposition.

Größte Rebellengruppe
Jaysh al-Islam (Armee des Islam) gilt als die größte und am besten organisierte Rebellengruppe bestehend aus Islamisten und Salafisten. Die Miliz mit tausenden Kämpfern kontrolliert die Region Ost-Goutha, über die die Truppen von Assad wieder die Kontrolle bekommen wollen.

Alloush, Sohn eines in Saudi-Arabien ansässigen islamischen Geistlichen, war zu Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 im Zuge einer Amnestie der Regierung aus dem Gefängnis freigekommen. Er wird für die Anschläge in Damaskus im Juli 2012 verantwortlich gemacht, bei denen Verteidigungsminister Dawoud Rajiha und ein Schwager von Assad getötet wurden.

Russland fliegt seit Ende September Luftangriffe in Syrien, die nach Angaben aus Moskau vor allem dem IS gelten sollen. Seither wurden aber auch zahlreiche Anführer von Rebellengruppen getötet. Kritiker werfen Russlands Präsidenten Wladimir Putin vor, mit den Luftangriffen vor allem Rebellengruppen zu bekämpfen, um der syrischen Regierung Vorteile zu verschaffen.

Ende Jänner sollen in Genf die Friedensgespräche unter Leitung des UN-Syrien-Beauftragten Staffan de Mistura beginnen. Die UN-Resolution bildet die völkerrechtliche Grundlage für den weiteren Friedensprozess in Syrien, wo in den vergangenen fünf Jahren rund 300.000 Menschen im Bürgerkrieg getötet wurden. Der Streit über die Zukunft Assad wird in der Resolution allerdings nicht angesprochen. Seine Rolle ist einer der großen Streitpunkte zwischen dem Westen, der einen Machtwechsel fordert, und Russland, das den syrischen Herrscher stützt.
 

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