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Rettung von Forschungsschiff gescheitert

Antarktis-Mission

Rettung von Forschungsschiff gescheitert

Rückschlag bei der Bergung des in der Antarktis festgefrorenen Forschungsschiffs: wegen dichten Schneetreibens und heftiger Winde musste ein australischer Eisbrecher, der die mit 74 Wissenschaftern und Abenteurern an Bord feststeckende "Akademik Schokalskij" loseisen sollte, am Montag umkehren. Auch eine Rettung per Hubschrauber war angesichts der schlechten Sicht vorerst unmöglich.

Der Eisbrecher "Aurora Australis" kam am Montag bis auf zehn Seemeilen (18,5 Kilometer) an das Forschungsschiff heran. Eisige Winde mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 Knoten und starker Schneefall zwangen ihn jedoch am Nachmittag (Ortszeit) zur Umkehr, wie die australische Schifffahrtsbehörde AMSA mitteilte. Die "Aurora Australis" soll einen neuen Rettungsversuch starten, sobald das Wetter aufklart. Das australische Spezialschiff kann bis zu 1,60 Meter dicke Eisschichten durchbrechen, die "Akademik Schokalskij" steckt aber in rund drei Meter dickem Packeis fest.

Diashow Forschungsschiff steckt in Antarktis-Eis fest

74 Menschen auf MV Akademik Shokalskiy warten auf Hilfe.

74 Menschen auf MV Akademik Shokalskiy warten auf Hilfe.

74 Menschen auf MV Akademik Shokalskiy warten auf Hilfe.

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74 Menschen auf MV Akademik Shokalskiy warten auf Hilfe.

74 Menschen auf MV Akademik Shokalskiy warten auf Hilfe.

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Evakuierung mit Hubschrauber?
Das Eintreffen der Retter war zunächst für Sonntagabend erhofft worden. Am Samstag hatte schon der chinesische Eisbrecher "Schneedrache" abdrehen müssen, nachdem er sich bis auf sechseinhalb Seemeilen an das feststeckende Forschungsschiff herangekämpft hatte.

Sollte es nicht gelingen, das Forschungsschiff in absehbarer Zeit aus dem Packeis aufs offene Meer zu schleppen, könnte die Evakuierung der Forscher und Touristen per Hubschrauber der letzte Ausweg sein. Dazu hielt sich der chinesische Eisbrecher weiterhin in der Region auf, auf dem ein Helikopter in Bereitschaft war. Allerdings müsste sich für einen Einsatz zunächst das Wetter und damit die Sicht verbessern.

Stimmung an Bord ist gut
Einer der Expeditionsleiter, Chris Turney, erklärte über Skype, die mit ihm feststeckenden Menschen an Bord des Forschungsschiffs seien guter Dinge. "In der Antarktis sind die Bedingungen so extrem, dass man nie Vorhersagen machen kann. Wir sind immer hoffnungsvoll", sagte Turney, Professor für Klimawandel an der Universität New South Wales in Sydney.

Die Wissenschafter und Touristen aus Australien, Neuseeland und Großbritannien stecken seit dem Heiligen Abend rund hundert Seemeilen (185 Kilometer) von dem französischen Antarktis-Stützpunkt Dumont d'Urville entfernt fest. Die Expedition folgt einer Route, die Antarktis-Pionier Douglas Mawson vor einem Jahrhundert entdeckt hatte. Ein Wetterumschwung samt Schneesturm schob die Eisschollen zusammen, so dass das Schiff nicht weiterkam. Der nächstgelegene australische Hafen liegt 1.500 Seemeilen entfernt.

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