Riesen-Unterhose wehte an Prager Burg

Tschechien

Riesen-Unterhose wehte an Prager Burg

Statt der Präsidentenflagge wehte am Wochenende an der Prager Burg vorübergehend eine riesige rote Unterhose. Eine Künstlergruppe hatte die gigantische Boxershort am Samstag gehisst, um gegen den tschechischen Präsidenten Milos Zeman zu protestieren. "Endlich weht auf der Prager Burg die Standarte eines Mannes, der sich für nichts schämt", erklärten die Aktionisten der Gruppe "Ztohoven".

Mit der Unterhose, die sie am Dachmast des Amtssitzes des Präsidenten hissten, wollte die Gruppe Zemans "entgegenkommende Haltung zu Russland und China" kritisieren. Zemans Sprecher Jiri Ovcacek bestätigte den Zwischenfall und verurteilte ihn mit scharfen Worten: "Das Prager Cafe wird zunehmend faschistoider." Der Ausdruck "Prager Cafe" wird in Tschechien oft für Intellektuelle, Bohemiens und Freidenker verwendet, die sich in Prager Cafes treffen und unter anderem über Politik diskutieren.

"Sie schämen sich nicht einmal dafür, die Staatssymbole und die Burg der tschechischen Könige, der tschechoslowakischen und tschechischen Präsidenten zu schänden (...) Am 15. März 1939 haben die Nazis die Prager Burg geschändet (indem sie dort die Hakenkreuzflagge hissten, Anm.). Nicht einmal die russischen Okkupanten wagten 1968 so etwas", so der Präsidentensprecher weiter.

Die Polizei nahm drei Männer im Alter von 31 bis 43 Jahren fest. Sie waren über ein Gerüst als Rauchfangkehrer verkleidet auf die Prager Burg geklettert.

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