Russland trauert um getöteten Botschafter

In Ankara erschossen

Russland trauert um getöteten Botschafter

Drei Tage nach der Ermordung des russischen Botschafters Andrej Karlow in Ankara ist der Leichnam des Diplomaten im Außenministerium in Moskau aufgebahrt worden. Langjährige Arbeitskollegen legten am Donnerstag Blumen am Sarg nieder, wie das Staatsfernsehen berichtete. Eine Ehrenwache des Militärs stand Spalier.

   Im Foyer des Ministeriums wurde an einer Gedenktafel für Diplomaten, die im Dienst ums Leben kamen, Karlows Name eingraviert.

   Der Botschafter war am Montag bei einem Anschlag von einem türkischen Polizisten mit islamistischer Gesinnung erschossen worden. Der russische Menschenrechtsbeauftragte Konstantin Dolgow nannte Karlows Tod einen schweren Verlust. "Für diesen Terrorakt gibt es keine Rechtfertigung. Alle Schuldigen der Tat müssen streng bestraft werden", sagte Dolgow. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verdächtigt die Gülen-Bewegung, für den Mord verantwortlich zu sein. Der Kreml hält solche Schuldzuweisungen jedoch für verfrüht.

   In der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale war zu Mittag eine Trauerfeier geplant, zu der auch Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow erwartet wurden. Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, zelebriert einen Gottesdienst. Anschließend sollte der Diplomat auf einem Friedhof der russischen Hauptstadt mit militärischen Ehren beigesetzt werden.
 

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