SPD und Union streiten sich um Finanzminister

Deutschland

SPD und Union streiten sich um Finanzminister

Der konservative Seeheimer Kreis in der SPD pocht darauf, dass ein Sozialdemokrat nächster deutscher Finanzminister wird. "Aus den gleichen Gründen, aus denen Herr Schäuble der CDU rät, das Finanzministerium zu nehmen, sollte die SPD zugreifen", sagte der Sprecher des Kreises, Johannes Kahrs, dem Online-Dienst des "Handelsblatt".

"Wenn die CDU die Kanzlerin stellt, hat als nächstes die SPD das Zugriffsrecht und sollte das Finanzministerium wählen", ergänzte er. Hier gehe es um das einzige "Veto-Ministerium, ein Querschnittsministerium, das den Haushalt der Fachministerien mit gestaltet und in Europa- und Euro-Fragen federführend ist".

Schäuble würde im Amt bleiben

Dagegen erklärte der amtierende Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) seine Bereitschaft, auch in der geplanten Großen Koalition im Amt zu bleiben. Wenn die Kanzlerin ihm den Posten erneut anbiete, "dann würde ich nicht ablehnen", sagte er dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).

Er habe zunächst abwarten wollen, ob der Koalitionsvertrag eine Basis für eine solide Finanzpolitik darstellen könne. "Die Bedingung ist aus meiner Sicht erfüllt", sagte Schäuble.

Zuvor hatte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe den Anspruch der Union auf die Besetzung des Finanzministerpostens unterstrichen. Auf SPD-Seite hatte der ehemalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück seiner Partei geraten, dieses Amt zu beanspruchen.
 

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