Statt Steinigung nun Tod durch Strang

Sakineh M. Ashtiani

© Reuters

Statt Steinigung nun Tod durch Strang

Die mittlerweile  - aus traurigen Gründen - weltbekannte Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani, soll nun doch nicht gesteinigt, sondern erhängt werden. Diese Entscheidung hat aber nichts mit den seit Monaten anhaltenden weltweiten Protesten vieler Menschen, darunter auch Prominente wie Carla Bruni oder der brasilianische Präsident Lula da Silva, zu tun. Vielmehr liegt der Grund für diese Entscheidung in der iranischen Gesetzgebung. Diese besagt nämlich, dass der Tatbestand des Mordes Vorrang vor dem Tatbestand des Ehebruchs hat.

Geständnis unter Folter

Da Ashtiani angeblich - ihr "Geständnis“ passierte sehr wahrscheinlich unter Folter - ihrem Liebhaber geholfen hatte, ihren Mann umzubringen, soll sie also in erster Linie wegen "Mordes“ bestraft werden, so der iranische Generalstaatsanwalt Gholam Hossein Mohseni Ejehei. Somit kann Ashtiani gar nicht gesteinigt werden, weil sie zuerst wegen Mordes hingerichtet wird.

Die iranischen Richter werden sich laut Mohseni Ejehei weiterhin nicht beirren lassen: "Die Justiz wird sich durch die vom Westen lancierte Propaganda-Kampagne nicht beeinflussen lassen.“

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