Salzburger Bürgermeister entgeht Attentat knapp

Istanbul-Anschlag

Salzburger Bürgermeister entgeht Attentat knapp

Ein Selbstmordanschlag schockt Istanbul. Der Attentäter zündete am Samstag eine Bombe in der belebten Einkaufsstraße İstiklâl Caddesi und riss vier weitere Personen mit in den Tod. Dabei handelt es sich nach unbestätigten Berichten um drei Israelis und einen Iraner. 36 wurden teils schwer verletzt, darunter 12 Ausländer.

Salzburg-Chef vor Ort
Unglaubliches Glück hatte der Bürgermeister von Salzburg Heinz Schaden (SPÖ) – er war zusammen mit seiner Ehefrau Jianzhen am Weg zur Straße gewesen. ÖSTERREICH erreichte den Bürgermeister, der bestätigte, dass er in Istanbul war. Er war spontan am Weg auf einen Kaffee in ein Lokal eingekehrt – 10 Minuten später explodierte die Bombe. Nachdem das Paar realisiert hatte, was es für ein Glück gehabt hat, ging es zurück ins Hotel, heute fliegen die Schadens zurück nach Hause. Es ist schon die zweite Tragödie, die der Bürgermeister überlebt hat.

Regierung: PKK ist schuld
Ein Regierungsmitarbeiter machte die PKK oder mit ihr verbündete Gruppen für den Anschlag verantwortlich. Vor einer Woche erst hatte es einen Anschlag mit 37 Toten in der Hauptstadt Ankara gegeben, zu dem sich die Terrororganisation der Freiheitsfalken Kurdistans (Teyrêbazên Azadîya Kurdistan) bekannte.

Medien: Täter war bei IS
Türkische Medien identifizierten den Attentäter indes als Savaş Y. Er sei den Behörden bereits seit Oktober 2015 als Mitglied der Terrormiliz „Islamischer Staat“ bekannt gewesen. Zuvor soll er mit einem gefälschten Pass aus Syrien in die Türkei eingereist sein.

Der Atten­täter war offenbar erst auf dem Weg zu seinem eigentlichen Anschlagziel, als er in Panik vor der Polizei die Bombe nahe dem Demirören-Einkaufszentrum zündete.

Deutschland hat gewarnt
Am Donnerstag hatte Deutschland seine Einrichtungen in Istanbul geschlossen und zu Vorsicht aufgerufen. Auch Österreichs Außenamt hatte vor erhöhter Anschlaggefahr gewarnt.

Concordia, jetzt Bombe
Die Bombe in Istanbul ist nicht das erste Mal, dass Heinz Schaden unglaubliches Glück hatte. Der Bürgermeister war 2012 ausgerechnet auf der Costa Concordia, als sie vor der italienischen Küste havarierte – 32 Menschen starben bei der Tragödie. Schaden blieb auch damals unverletzt und sagte im Prozess gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffs aus.

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