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Lloret de Mar:

Schlag gegen Russen-Mafia im spanischen Urlaubszentrum

Im beliebten Badeort Lloret de Mar ist den spanischen Behörden ein Schlag gegen die russische Mafia gelungen. Vier Personen seien am Freitag im Urlaubszentrum an der Costa Brava bei einer Aktion gegen die Organisierte Kriminalität festgenommen worden, teilte die Guardia Civil mit. Die aufgeflogene Gruppe könne enge Beziehungen zum russischen Mafia-Boss Semion Mogilewitsch unterhalten haben. Mogilewitsch stehe der auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher der US-Bundespolizei FBI, heißt es auf der Homepage der dem Innenministerium unterstellten Polizeieinheit.

Bei den Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um drei Russen - einen Unternehmer, dessen Vater und eine Frau - sowie um eine spanische Architektin. Der Chef der Gruppe lebe den Erkenntnissen zufolge jedoch in Russland. Er habe in Spanien Unternehmen geführt, die der Geldwäsche in Höhe von mindestens 56 Millionen Euro, der Urkundenfälschung und Unterschlagung beschuldigt würden, hieß es.

Bei der Aktion durchsuchten Beamte der Guardia Civil unter Leitung von Antikorruptions-Staatsanwalt Fernando Bermejo am Freitag auch Büros im Rathaus von Lloret. Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Russen-Mafia würden auch Städtebauprojekte wie die Errichtung eines Einkaufszentrums, an denen die Festgenommenen beteiligt gewesen seien, unter die Lupe genommen. Der festgenommene Unternehmer habe lokale Fußball- und Eishockey-Teams gesponsert.

Die spektakuläre Aktion lockte zahlreiche Reporter und Dutzende Schaulustige vor das Rathaus des viel besuchten Ortes. Bürgermeister Roma Codina erklärte unterdessen vor Journalisten, er sei "ganz ruhig". "Es wird weder gegen Politiker noch gegen Stadtbeamte ermittelt", versicherte er.

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