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Schlepperzahl an bayrischer Grenze gestiegen

Flüchtlinge

Schlepperzahl an bayrischer Grenze gestiegen

Drei Monate nach der Schließung der Balkanroute für Flüchtlinge hat die Zahl der an der österreichisch-bayrischen Grenze aufgegriffenen Schlepper nach Angaben der deutschen Bundespolizei wieder zugenommen. Demnach wurden im April etwa 850 illegal eingereiste Flüchtlinge aufgegriffen, während es etwa im Jänner nur 90 gewesen seien, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Montag berichtete.

Zahl der Festnahmen erhöht
Auch die Zahl der festgenommenen Schlepper habe sich erhöht: Wurden in den Monaten Jänner bis März jeweils nur 50 Menschenschmuggler festgenommen, waren es im April rund 80. Gemeinsam mit der bayrischen Landespolizei werden seit geraumer Zeit neben den Grenzübergängen an den Autobahnen vermehrt auch Land- und Bundesstraßen kontrolliert. "Die Schleuser kennen unsere festen Kontrollstellen, daher ist es wichtig, auch abseits der größeren Fernstraßen zu kontrollieren", zitierte die dpa Josef Krapf von der deutschen Bundespolizei bei einer Schwerpunktkontrolle an der B12 bei Kirchdorf am Inn nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt.

Innenministerium: Keine Zunahme
Bayerns Innenministerium hatte hingegen erst vor wenigen Tagen erklärt, die Zahl der Schlepper sei zurückgegangen. Bis Ende April habe man 50 Fälle registriert, erklärte Ministeriumssprecher Stefan Frey am Montag auf APA-Anfrage. Wobei dies nicht mit der Zahl der tatsächlich festgesetzten Schlepper oder gar illegal eingereisten Flüchtlingen übereinstimmen müsse. Diese könnte durchaus höher sein, weil ein Fall mehrere Schlepper oder Flüchtlinge beinhalten könne.

Dennoch würden die Zahlen des bayrischen Innenministeriums ganz klar einen Rückgang gegenüber dem vergangenen Jahr zeigen, so Frey: "Bis Ende April 2015 waren es 385 Fälle von Schleuserei. Und während wir in Niederbayern in diesem Jahr zwischen Jänner und April 18 Schleuser festgenommen haben, waren es im Vergleichszeitraum des Vorjahres 109." Bisher habe man keine Hinweise darauf, dass die Zahlen nach Schließung der Balkanroute im Februar wieder nach oben gegangen seien.

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