Schwere Krawalle in Athen

Griechenland

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Schwere Krawalle in Athen

Nach der Festnahme von sechs Terrorverdächtigen in Griechenland ist es am Montag in der Hauptstadt Athen zu schweren Krawallen gekommen. Die Polizei setzte Tränengas gegen Jugendliche ein. Die zum Teil maskierten Randalierer bewarfen die Beamten mit Steinen und Brandbomben und errichteten Barrikaden aus brennenden Mülltonnen. Scheiben von Banken und Geschäften gingen zu Bruch. In Berichten war von mindestens drei Verletzten die Rede.

Die Mitglieder der Gewerkschaft der Angestellten im öffentlichen Dienst ließen am Montag für drei Stunden die Arbeit ruhen. Auch in der nördlichen Hafenstadt Thessaloniki gab es am Montag friedliche Proteste von rund 2000 Jugendlichen.

Ausschreitungen in Athen
Die Ausschreitungen in Athen entbrannten, nachdem mehr als 4000 Studenten auf die Straße gezogen waren. Anlass des Protests war der zweite Jahrestag der tödlichen Polizeischüsse auf einen 15-Jährigen. Für den Abend war eine Mahnwache geplant.

Nach Hinweisen auf neue Anschlagspläne hatte die Polizei am Wochenende landesweit sechs Terrorverdächtige festgenommen. Zwei von ihnen waren wegen angeblicher Verbindungen zu den Absendern von Briefbomben an europäische Spitzenpolitiker gesucht worden. Sie sollen an diesem Dienstag vor Gericht erscheinen. Zugleich beschlagnahmten die Fahnder Waffen und Sprengstoff. Ziel der Razzien war die linksextreme Untergrundorganisation "Sekte der Revolutionäre", die für die Ermordung eines griechischen Journalisten und eines Polizisten verantwortlich sein soll.

Die Serie von Briefbomben an europäische Politiker war im vergangenen Monat von einer anderen linksextreme Gruppe ausgegangen, die sich "Verschwörung der Feuerzellen" nennt. Seit Monaten kommt es in Griechenland immer wieder zu Gewalttaten linksautonomer Gruppen. Als Auslöser gilt der Tod des 15-Jährigen im Dezember 2008. Ein 38 Jahre alter Polizist ist dafür inzwischen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
 

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