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Airline fliegt 230-Kilo Mann endlich heim

In USA gestrandet

Airline fliegt 230-Kilo Mann endlich heim

Nach langem Hin und Her ist einem schwergewichtigen jungen Franzosen endlich die Rückkehr von den USA nach Europa gelungen. Sowohl die Fluglinie British Airways, als auch das Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2" hatten die Mitnahme des 22-Jährigen verweigert. Kevin Chenais landete am Dienstag schließlich mit einer Virgin-Airways-Maschine in London-Heathrow. Der 230 Kilogramm schwere Mann leidet an einer Hormonstörung.

Flug war "schrecklich"
Nach seiner Ankunft in der britischen Hauptstadt beschrieb Chenais den Flug als "schrecklich, schrecklich, schrecklich". "Ich habe den ganzen Flug über nicht aufgehört zu weinen", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich bedankte er sich bei der Fluggesellschaft Virgin Airways, die ihn von New York aus gratis in der Economy Class mitgenommen habe: "Das war sehr nett von ihnen."

Chenais war eineinhalb Jahre lang wegen einer Hormonstörung in Chicago behandelt worden, die seine Fettleibigkeit verursachte. Er kann sich nur im motorisierten Rollstuhl fortbewegen und muss ständig mit Sauerstoff versorgt werden. Am New Yorker John F. Kennedy Flughafen wurde Chenais dennoch gezwungen, aus dem Rollstuhl zu steigen. "Ich musste eine lange Strecke gehen, für mich ist es jedenfalls viel, mehr als zehn Meter."

Weiterreise unklar
Vor seinem Abflug hatte Kevins Vater Rene gesagt, wie sein Sohn von London nach Frankreich komme, sei noch unklar. Französische Botschaftsmitarbeiter nahmen die Familie in Heathrow in Empfang, um ihre Weiterreise mit der französischen Fluggesellschaft Air France oder mit einem Eurostar-Zug zu organisieren. Die Familie lebt in Ostfrankreich in der Nähe der schweizerischen Stadt Genf.

British Airways hatte Kevin Chenais auf dem Hinflug im Mai 2012 in die USA mitgenommen. Den Heimflug verweigerte die Fluggesellschaft ihm jedoch mit der Begründung, sie könne nicht gewährleisten, ihn "sicher unterzubringen". Daraufhin sollte der junge Mann das Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2" nach Europa nehmen. Hierfür reisten er und seine Familie mit dem Zug von Chicago nach New York. Dort wurde ihnen aber nach Angaben des Vaters am Sonntag mitgeteilt, dass Kevin aus Gründen der "medizinischen Sicherheit" nicht an Bord dürfe.

Die Schiffsbesatzung habe ihn zurückgewiesen, "ohne mich überhaupt zu sehen, ohne es überhaupt zu versuchen", kritisierte Chenais. "Deshalb bin ich echt wütend - doppelt wütend, weil British Airways mich auch abgewiesen hat", kommentierte der junge Franzose seine Odyssee.

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