Schwierige Evakuierung von Österreichern

Aus Libyen

© APA/ Neubauer

Schwierige Evakuierung von Österreichern

Die Evakuierung jener Österreicher, die sich derzeit noch in Libyen aufhalten, wird immer schwieriger: "Die Sicherheitslage im Großraum Tripolis ist sehr, sehr angespannt und unübersichtlich, die Kommunikationsmöglichkeiten - wenn überhaupt funktionierend - sehr schwierig", berichtete Außenministeriumssprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Donnerstag der APA. Bemühungen, jene Österreicher, die sich noch im Großraum Tripolis aufhalten, auf dem Landweg in Sicherheit zu bringen, seien aber "sehr weit fortgeschritten", weitere Einsätze des Bundesheer-Flugzeugs derzeit aufgrund der herrschenden Sicherheitslage kein Thema.

Auf eigene Faust ausgereist
Einigen Österreichern ist es laut Launsky-Tieffenthal schon auf eigene Faust gelungen, auf dem Landweg nach Ägypten auszureisen, eine weitere Handvoll schaffte es, auf dem Seeweg aus Libyen herauszukommen. Für jene Österreicher, die noch im Land festsitzen und ausreisen wollen, "stehen wir in Kontakt mit anderen Staaten, die Schiffe und Fähren organisieren sowie mit Firmen, um deren Mitarbeiter - meistens von Ölfeldern - so sicher wie möglich zu den Häfen oder, wo möglich, auf dem Landweg nach Ägypten zu bringen". Die österreichischen Botschaften in Kario und Tunis haben Mitarbeiter an die jeweiligen Grenzübergänge geschickt, um den dort ankommenden Menschen weiterzuhelfen.

Als erschwerend für alle diese Transportaktionen stellt sich laut Launsky-Tieffenthal allerdings zunehmend die Tatsache dar, dass die Routen zu den Grenzübergängen wie auch zu den Hafenstädten durch "unterschiedlich kontrollierte Sektoren" führen, die zum Teil von Aufständischen, zum Teil noch von Gaddafi-Treuen kontrolliert werden.

Kontakt mit EU-Partnern
Um eine Gruppe von heimischen Sahara-Reisenden zu evakuieren, die derzeit mit zahlreichen anderen Wüstentouristen im zentrallibyschen Wüstengebiet bei Sebha (Sabha) festsitzt, steht Österreich laut Launsky-Tieffenthal "mit unseren EU-Partnern in Kontakt", Italien plane derzeit, eine Maschine in das Gebiet zu schicken. Ein Unternehmen mit unsicheren Erfolgsaussichten, da nach den bisherigen Erfahrungen "Landegenehmigungen aus nicht nachvollziehbaren Gründen gegeben oder nicht gegeben werden", wie der Ministeriumssprecher erklärt. Die "Hercules"-Transportmaschine des heimischen Bundesheeres, die derzeit auf Malta mögliche weitere Einsätze erwartet, werde daher gegenwärtig nicht nach Libyen geschickt, "weil die Erfahrungen anderer Staaten gezeigt haben, dass Anflüge ohne Landegenehmigungen ein zu großes Risiko darstellen"

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