Serienmörder bunkerte 180 Frauenfotos

Polizei in L.A. ermittelt

 

Serienmörder bunkerte 180 Frauenfotos

Die Polizei der US-Metropole Los Angeles hat rund 180 Frauenfotos veröffentlicht, die sie im Haus eines festgenommenen Serienmörders gefunden hat. Es solle geklärt werden, ob einige der Frauen möglicherweise Opfer des Mannes geworden seien, erklärte der Polizeichef der Stadt, Charlie Beck. "Wir wissen nicht, ob die Frauen Opfer sind. Was wir aber wissen, ist dass der Terror, den Lonnie Franklin in Los Angeles verbreitet hat, weitere Ermittlungen erfordert."

Dutzende Hinweise

Die Bilder wurden bereits am Donnerstag veröffentlicht, am Freitag riefen Dutzende Menschen bei der Polizei an. Ein Polizeisprecher konnte aber zunächst nicht sagen, ob aufgrund der Anrufe bereits einige der Frauen identifiziert worden seien.

 Franklin war im Juli in seinem Haus in einem der ärmsten Bezirke der Millionenstadt im Bundesstaat Kalifornien festgenommen worden. Der Mechaniker und frühere Müllmann soll zwischen 1985 und 2007 elf Menschen ermordet haben, in erster Linie farbige Prostituierte. Er soll alle seine Opfer vergewaltigt haben. Weil er in seiner Mordserie eine 13-jährige Pause einlegte, wird er als der "grauenvolle Schläfer" bezeichnet. Die ahnungslosen Nachbarn des Mannes bezeichneten ihn als "sehr nett" und "wunderbar".

Erotischer Charakter
Die jetzt veröffentlichten Fotos zeigen fast alle lächelnde Frauen und haben einen erotischen Charakter, wie die Polizei erklärte. Sie wurden unter anderem mit einer Polaroid-Kamera und einer Videokamera aufgenommen. Einige der Fotos stammen von noch nicht entwickelten Filmen. Polizeichef Beck zeigte sich besorgt, dass auf den Fotos weitere Mordopfer abgelichtet sein könnten: "Wir glauben nicht, dass wir das Glück haben - oder gut genug sind - schon alle seine Opfer zu kennen."
 

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