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So tickt Merah wirklich

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Hass-Killer stand bei FBI auf Blacklist

Seiten: 123

33 Stunden hat die Polizei mit Mohammed Merah (23) verhandelt – viel zu lang, wird nun kritisiert. Es hätte schon weit früher gestürmt werden sollen. Innenminister Claude Guéant wollte den Killer aber lebend. Er sollte vor Gericht erklären, warum er eiskalt sieben Menschen mit Kopfschüssen exekutiert hat. Und: Wer die mögliche Komplizen des  „Gotteskriegers“ der Al-Kaida“ sind.

Der Hass-Killer wollte aber den Kampf. Donnerstag um 10.30 Uhr ordnete Guéant deshalb den Sturm der Wohnung an. Fenster und Türen wurden aufgesprengt, Blendgranaten und Schallbomben geworfen. Gleichzeitig rollten Videoroboter durch die Wohnung, lieferten Live-Bilder. Merah hatte sich im Badezimmer verschanzt, samt mächtigem Waffenarsenal. Dazu gehörten eine Uzi (halbautomatische Maschinenpistole), eine Kalaschnikow AK 47 (Sturmgewehr) und Colts. Deshalb stürmte das Spezialkommando.

Diashow Hier starb Hass-Killer Mohamed Merah

Elite-Polizisten suchen nach Spuren in der Wohnung des Terroristen

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Noch im Fallen feuerte der Killer weiter –- wie im Film
Plötzlich trat Merah schreiend und schießend die Badezimmertüre auf. Er trug eine Panzerweste, seine Maschinenpistolen hatte er auf Dauerfeuer gestellt. Das Kommando der Polizei feuerte zurück. Innerhalb von weniger Augenblicken fielen 300 Schüsse.

Diashow Das ist der Killer von Toulouse

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Das ist der Killer von Toulouse

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Drei Polizisten wurden bei dem Kampf verletzt, einen erwischte es am Bein: „Es waren schwere Salven. Nie zuvor haben meine Beamten derart intensives Feuer erlebt“, sagte Innenminister Guéant: „Er hat sich mit allem gewehrt, was er hatte.“

Schließlich stürzte sich der Attentäter aus dem Badezimmer-Fenster seiner im Mezzanin gelegenen Wohnung. Noch im Fallen feuerte er weiter, wie Bruce Willis im Kino.

 Scharfschützen schossen zurück. Von mehreren Kugeln im Kopf getroffen, landete der Killer tot auf dem Gehsteig, der blutige Terror war vorbei.

„Du tötest meine Brüder und ich töte dich“
Erst beim Durchsuchen der Wohnung wurde klar, wie bestialisch Merah agierte. Er hat seine sieben Morde gefilmt, auch die an den drei jüdischen Kindern. Die Videos seien „erschreckend explizit“, sagte Staatsanwalt Francois Molins. Beim tödlichen Kopfschuss auf sein erstes Opfer habe er erklärt: „Du tötest meine Brüder, und ich töte Dich.“ Zu den Polizsisten sagte er: „Wenn ich sterbe, gehe ich ins Paradies –- wenn ihr sterbt, Pech für euch!“.

Er stand auf der Blacklist
Der algerischstämmige Franzose Mohammed Merah war bereits vor seinen Taten geheimdienstlich bekannt. Laut Ermittlern war er 2010 und 2011 in Afghanistan und Pakistan; gegenüber der Polizei hatte er angegeben, dem Terrornetzwerk Al-Kaida anzugehören. Laut US-Geheimdienstkreisen stand Merah auf einer Flugverbotsliste der USA. Schon als Minderjähriger war er mehrfach wegen kleinerer Delikte aufgefallen und saß im Gefängnis. Eine Frau aus Toulouse hatte Merah zudem vor knapp zwei Jahren wegen Al-Kaida-Videos angezeigt, die er ihrem Sohn gezeigt haben soll.

Merah sei auf der "no-fly"-Liste für Terror-Verdächtige gestanden, erklärten US-Regierungsvertreter am Donnerstag. Auf der Liste stehen Personen, von denen die US-Behörden meinen, dass sie ein Flugzeug zum Absturz bringen könnten. Die Liste ist die schärfste ihrer Art, auf ihr sind etwa 4000 Namen verzeichnet. Wer darauf steht, darf mit einem Flugzeug weder innerhalb der USA reisen noch in die USA hinein oder aus ihr heraus. Die Liste wird geführt vom "Terrorist Screening Center", das unter der Obhut des FBI arbeitet und Informationen verarbeitet, die von anderen US-Regierungsbehörden stammen.


 

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