Fährunglück in Südkorea

"Sewol"-Reederei verlor Betriebslizenz

Fast vier Wochen nach dem Untergang der Fähre "Sewol" in Südkorea hat die Regierung der Reederei die Lizenz für die Strecke entzogen, auf der das Schiff gekentert war. Als Grund nannte das Ozeanministerium am Montag schwere Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften durch das Unternehmen und Besatzungsmitglieder.

Die Reederei Chonghaejin Marine habe der Maßnahme nicht widersprochen, sagte ein Behördensprecher. Auch wolle das Unternehmen seine Betriebslizenzen für andere Strecken freiwillig zurückgeben.

Bei dem Unglück der "Sewol" am 16. April vor der Südwestküste Südkoreas gab es mindestens 275 Tote. Noch immer galten 29 der ursprünglich 476 Insassen als vermisst. Nur 172 Menschen konnten gerettet werden. Die Bergungsarbeiten wurden am Montag den dritten Tag in Folge wegen schlechten Wetters unterbrochen.

Geschäftsführer in U-Haft

Der Geschäftsführer der Reederei und vier weitere Angestellte sitzen in Untersuchungshaft. Die Ermittler vermuten, dass eine Überladung und frühere Umbauten an der Fähre das Unglück mitverursacht haben. Auch der Kapitän und andere 14 leitende Crewmitglieder sind in U-Haft. Sie werden beschuldigt, die Passagiere auf dem sinkenden Schiff im Stich gelassen zu haben.
 

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