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Blutiger Mittwoch

Sieben Tote und Geiselnahme bei Angriff auf Irans Parlament

Im Iran haben mehrere Bewaffnete im Parlament und am Grabmal des Revolutionsführers Ayatollah Khomeini um sich geschossen. Im Parlament sei ein Wachposten getötet worden, mehrere Menschen seien dort und auch am Mausoleum im Süden der Hauptstadt Teheran verletzt worden, meldeten iranische Nachrichtenagenturen am Mittwoch. Die Terrormiliz IS hat sich zu den Anschlägen bekannt.

Bei dem Angriff auf das iranische Parlament sind einem Medienbericht zufolge sieben Menschen getötet worden. Zudem würden vier Personen in den oberen Stockwerken des Gebäudes in Teheran als Geiseln festgehalten, meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Sie berief sich auf einen Informanten vor Ort, verwies aber zugleich darauf, dass die Angaben nicht durch Sicherheitskreise bestätigt worden seien. Ein Kommando der Revolutionsgarden, der iranischen Eliteeinheit, habe einen der Angreifer getötet, meldete Tasnim weiter. Deren Identität und Motive waren zunächst nicht bekannt. Andere Medien berichteten davon, dass sich ein Selbstmordattentäter im Parlament in die Luft gesprengt habe.

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Ob es sich um eine konzertierte Aktion handelte, war zunächst unklar. Auch die Identität der Angreifer und ihre Motive seien noch nicht bekannt, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Drei Angreifer seien in das Parlament eingedrungen, sagte der Abgeordnete Elias Hazrati dem staatlichen Fernsehen zufolge. Einer sei mit einer Pistole, die beiden anderen seien mit Sturmgewehren des Typs AK-47 bewaffnet gewesen. Die Nachrichtenagentur ISNA meldete unter Berufung auf einen Abgeordneten, alle Türen des Parlamentes seien geschlossen worden, ein Angreifer sei von Sicherheitskräften umzingelt.

Khomeni Mausoleum © AFP

Das Khomeni-Mausoleum

Am Mausoleum Khomeini eröffnete der Agentur Fars zufolge ein Mann das Feuer und verletzte mehrere Menschen. ISNA berichtete, der Angreifer habe sich selbst in die Luft gesprengt.

Khomeini hatte 1979 die Islamische Revolution im Iran nach dem Sturz von Schah Reza Pahlavi angeführt und das Land zu einer Islamischen Republik umgestaltet. Der erst im Mai mit großer Mehrheit wiedergewählte Präsident Hassan Rouhani bemüht sich um Reformen in dem Land, in dem Khomeinis Nachfolger, Ayatollah Ali Khomeinials geistliches und politisches Oberhaupt letztlich das Sagen hat.

Der Iran spielt auch eine Rolle in der gegenwärtigen Krise um den Golfstaat Katar. Irans Erzfeind Saudi-Arabien und weitere arabische Staaten haben die diplomatischen Beziehungen zu Katar gekappt und werfen dem Land vor, Terroristen und den Iran zu unterstützen, was die Regierung in Doha zurückweist. Der Iran sieht sich als eigentliches Ziel des Vorstoßes der arabischen Staaten und die USA als Strippenzieher, zumal er kurz nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Saudi-Arabien folgte.

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