So denkt Böhmermann über sein Schmähgedicht

"Ist mir zu doof"

So denkt Böhmermann über sein Schmähgedicht

"Die Bundeskanzlerin darf nicht wackeln, wenn es um die Meinungsfreiheit geht. Doch stattdessen hat sie mich filetiert, einem nervenkranken Despoten zum Tee serviert", kritisierte Böhmermann die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem "Zeit"-Interview.

Als sich der ZDF-Moderator Anfang April in einem TV-Beitrag über den türkischen Präsidenten Erdogan lustig gemacht hat, wollte er nach eigenen Angaben die Grenzen zwischen freier Satire und strafwürdiger Beleidigung aufzeigen. In einer ersten Reaktion stufte Merkel das Gedicht als "bewusst verletzend" ein.

So sieht er es heute
Böhmermann sagte nun zu seinem Gedicht, dass er gegenüber Freunden und Familie in den letzten Wochen immer wieder betont habe: "Das war eine wahnsinnig gute Nummer - bloß schade, dass sie von mir war."

Weiter führte er aus, dass es ihm zu doof sei, Erdogan zu beleidigen. Da er sich das Schmähgedicht ausdrücklich nicht zu Eigen gemacht habe, sei es ihm "nie um Beleidigung" gegangen. Dass er nun für einen Rassisten oder Türkenfeind gehalten werden könnte, schmerze ihn sehr.

"Unglaublicher Erfolg"
Aus künstlerischer Sicht sei sein Satire-Gedicht ein "unglaublicher Erfolg", weil dadurch viele "überfällige Diskussionen ausgelöst" wurden.

Schuld an den "dramatischen und ganz realen Konsequenzen" für ihn und seinen Familienkreis gibt Böhmermann auf jeden Fall der deutschen Kanzlerin, da sie seine Arbeit als "deutscher Künstler" nicht verteidigt habe.

Keine Vorwürfe
Vorwürfe mache sich Böhmermann jedoch trotz der vielen politischen Folgen keine. "Voller Zuversicht" sehe er dem möglichen Gerichtsverfahren entgegen.

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