CNN-Star Fred Pleitgen aus Syrien

"So erlebte ich die Hölle in Aleppo"

CNN-Reporter Fred Pleitgen war in der zerbombten Stadt Aleppo, berichtete live für CNN aus der heftig umkämpften Zone. 250.000 Menschen sitzen in dem von Rebellen kontrollierten Ost-Teil fest. Bei Luftangriffen starben zuletzt 260 Zivilisten, darunter 96 Kinder. Auch eines der letzten funktionierenden Spitäler wurde zerbombt.

ÖSTERREICH erreichte Pleitgen in Syrien:

ÖSTERREICH: UN-General Ban Ki-moon bezeichnet Ost-Aleppo als Schlachthaus …

Fred Pleitgen: Tatsächlich treibt die syrische Regierung die Offensive mit aller Härte voran – aus der Luft und mit Bodentruppen. Die Rebellen ihrerseits antworten mit Angriffen auf Regierungsbezirke in West-Aleppo. Im Moment eskaliert die Gewalt und scheinbar keine Macht kann sie stoppen. Es ist fraglich, ob die Diplomatie hier noch einmal Fuß fassen kann.

ÖSTERREICH: Ist die Offensive in Aleppo erst zu Ende, wenn Ost-Aleppo ausgelöscht ist?

Pleitgen: 250.000 Menschen leben in dem Viertel, für sie ist die Lage schrecklich. Mehr als 200 Menschen sind zuletzt getötet worden, etwa die Hälfte davon Kinder. Es wird schwierig werden für die Regierungstruppen, das Ganze militärisch zu Ende zu bringen. Es kann gut sein, dass sich die Regierung hier die Zähne ausbeißt. Offensichtlich ist, dass die Assad-Armee extreme Probleme hat. Wir haben in der Vergangenheit schon öfter gesehen, dass sich Offensiven rasch festgefahren haben.

ÖSTERREICH: Wie stellt sich derzeit das Leben im Rest ­Syriens dar?

Pleitgen: Das Land ist ein Fleckerlteppich. Es ist krass, wie groß die Unterschiede sind. Auf der einen Seite sterben Menschen, auf der anderen verläuft das Leben völlig normal. Karl Wendl

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