30. Juli 2010 17:54
Das Dokument 10209/10 hat es in sich! Auf 260 Seiten werden Zehntausende
Einzelposten aufgelistet. Es sind enorme Ausgaben für externe Studien und
Beraterverträge, die von der EU-Kommission und diversen Unterabteilungen der
Europäischen Union (32.140 Beamte) in Auftrag gegeben worden sind. Hunderte
Millionen Euro wurden von Brüssel für die Erforschung von teilweise absurden
Dingen ausgegeben – auf Kosten der Steuerzahler.
Güterweg in Kabul, Kleinbetrieb in Laos!
So beschäftigt
sich eine Studie mit der „Steuerbelastung kleiner Betriebe“ in Laos.
32.950.- Euro kostete diese Evaluierung. Eine andere Expertengruppe
untersuchte, „die Auswirkungen von Studien auf die Entscheidungsprozesse bei
Führungskräften“. In diesem Fall untersuchte die EU sich also selbst und
verrechnete dafür geschmalzene 342.250.- Euro.
Eine weitere Expertise dokumentiert „die Auswirkungen familiärer Gewalt
in Kabul
Afghanistan“. 349.092.- Euro verrechnet dafür eine
„Afghanistan Research Association“. Wer hinter dieser Gruppe steckt –
unklar?
Nutzen offen. Offen bleibt auch, wer sich monatelang mit der Recherche „über
die Auswirkungen der EU-Agrarpolitik auf kleine Inseln in der Ägäis“
beschäftigte. Stolze 489.392.- Euro kostete dieses Werk – die Griechen
gingen dennoch pleite.
Nach welchen Auswahlkriterien innerhalb der EU Beraterverträge vergeben
werden, geht aus dem Bericht vom 28. Mai 2010 nicht hervor. Ebenso bleibt
offen, wer diese Unmengen von Studien letztendlich braucht und kontrolliert.
Teilweise ist nämlich nicht nachvollziehbar, wieso diese Studien überhaupt
in Auftrag gegeben worden sind. So untersuchte die Kommission die
„Wettbewerbsfähigkeit von europäischen Flachbildschirmen und Kühlschränken“
(137 825.- Euro). Eine andere Studie sollte herausfinden, wie gut die
„Marketing- und Kommunikationsstrategien für Seifen, Shampoos und
Haarfestiger“ in Europa sind: 84.841,50.- Euro.
Hunderte Experten für Tausende Beamte
Kostenintensiv wird
es auch, wenn die EU sich selbst untersucht: Für die allgemeine Beratung zur
Vorbereitung von „Öko-Design-Richtlinen“ wurden Dutzende Elektrogeräte
getestet. 219.725 Euro wurden dafür ausgegeben. Das Untersuchen von Geräten
wie Staubsaugern, Wäschetrocknern, Waschmaschinen etc. schlug sich mit
weiteren 489.214,- Euro zu Buche.
Eine Expertise über die „Karrierepläne von EU-Beamten über 50 Jahre“
verschlang immerhin stolze 79.305.- Euro. Die Untersuchungen über die
Zusammenarbeit innerhalb der EU-Behörden kostete stolze 195.000.- Euro.
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Sprachstudie: Untersuchung „Europäer und die Sprachen“
Wälder-Studie: Expertise über Europas „unberührte Wälder“
Reifen-Lärm: Wie kann Reifenlärm verringert werden?
Afghanistan: Studie über familiäre Gewalt in Kabul
Pleite-Griechen: Studie über EU-Agrarpolitik auf Ägäis-Inseln
Milch-Quote: Analysen der Milchquoten-Regelungen
Preis-Studie: Auswirkungen des Euros auf Preise
Gesetze: Wie wirkt sich EU-Gesetzlawine auf Bürger aus?
Shampoo: Ökö-Test für Shampoos, Seifen, Haarfestiger
Rindfleisch: Evaluierung des Rindfleischmarktes
Pfirsich-Studie: Maßnahmen zur Verarbeitung von Pfirsichen
Tomaten-Studie: Maßnahmen zur Verarbeitung von Tomaten
Zitronen: Maßnahmen zur Verarbeitung Zitrus-Früchte
Raum-Klimaanlagen: Untersuchung zu ÖKO-Design-Gesetz
Lüftungsgeräte: Untersuchung zum Öko-Design-Gesetz
Staubsauger: Untersuchung zum ÖKO-Design-Gesetz
TV-Geräte: Untersuchung zum Öko-Design-Gesetz
Richtlinien: Generelle Beratung über Richtlinien
Protein-Studie: Grundlagen-Analyse
Gehalts-Studie: Evaluierung der Gehalts-Unterschiede
Jugend-Website: Marktanalyse für eine Web-Site
Algerien: Studie über familiäre Gewalt in Algerien
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506.601 €
118.425 €
179.683 €
349.092 €
489.392 €
59.350 €
137.825 €
11.200 €
84.841 €
399.978 €
199.920 €
199.980 €
299.860 €
94.220 €
64.776 €
37.015 €
34.809 €
219.725 €
299.830 €
208.300 €
195.852 €
196.860 €
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