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Sofia: Schadenersatz wegen Grenzblockaden

Bulgarien/Griechenland

Sofia: Schadenersatz wegen Grenzblockaden

Die Spannung zwischen den EU-Nachbarstaaten Bulgarien und Griechenland wegen der anhaltenden Grenzblockaden griechischer Bauern steigt. Das ärmste EU-Land Bulgarien fordert nun Schadenersatz.

"Wir werden alle Bemühungen unternehmen, um bei der griechischen Seite und auch in Brüssel eine Entschädigung für die Verluste unserer Spediteure zu fordern", sagte Transportminister Iwajlo Moskowski am Montag dem Staatsradio in Sofia.

Blockaden durch Proteste
"Es ist kein bilaterales Problem zwischen Bulgarien und Griechenland", betonte der Minister. Blockiert sei ein europäischer Verkehrskorridor. Die EU-Kommission verfüge über "ein größeres Instrumentarium, auf die Entwicklung einzuwirken". Bulgarische Spediteure beklagen Verluste von rund 180.000 Euro pro Tag.

Die griechischen Behörden verweisen nach den Worten Moskowskis darauf, dass sie die Handlungen der Bauern nicht beeinflussen könnten. Aus Protest gegen eine Pensionsreform blockieren griechische Bauern bereits seit Wochen die Grenzpunkte des Landes.

Batterien versagen
Auf der bulgarischen Seite des wichtigen Grenzpunktes Kulata-Promachon stauten sich am Montag Lastwagen in einer 14 Kilometer langen Schlange - auch aus Österreich, Tschechien und Polen. Fernfahrer klagten, dass bei den niedrigen Temperaturen um Null Grad die Batterien versagten. Außerdem gebe es im Grenzgebiet keine Toiletten.

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