Spion in der US-Marine aufgeflogen: Prozess

Militärgericht

Spion in der US-Marine aufgeflogen: Prozess

In der US-Marine ist ein Spion aufgeflogen, der Geheimnisse an China verraten haben soll. Der ursprünglich aus Taiwan stammende Lieutenant Commander sei bereits am Freitag zu einer ersten Anhörung vor einem Militärgericht erschienen, berichtete die Zeitung "Washington Post" am Sonntag unter Berufung auf Armeequellen.

Er soll vertrauliches militärisches Material der US-Marine an eine "fremde Nation" weitergegeben haben. Es werde vermutet, dass es sich dabei um China handle, berichtete das Blatt weiter.

Im Schlimmstfall Todesstrafe
Dem Offizier werden Spionage und versuchte Spionage, Ehebruch sowie eine nicht angemeldete Reise ins Ausland vorgeworfen. Ihm könnte bei einer Verurteilung im schlimmsten Falle die Todesstrafe drohen, berichtete die Zeitung "The Virginian-Pilot".

Der Verdächtigte sitzt inzwischen in Haft. Er hatte bei einer Einheit Dienst getan, zu der auch Aufklärungsflugzeuge und -drohnen gehören. Diese hat ihren Hauptsitz im US-Staat Virginia und unterhält weitere Stützpunkte auf Hawaii, in Florida sowie in der US-Hauptstadt.

Identität nicht preisgegeben
Der Mann war im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie in die USA eingewandert und laut "Washington Post" 2008 US-Bürger geworden. Die US-Marine hat die Identität des Mannes nicht preisgegeben und lehnt jeden weiteren Kommentar ab.

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