Spionage: Libanese droht Todesstrafe

Datendiebstahl

Spionage: Libanese droht Todesstrafe

Ein Techniker der libanesischen Mobilfunkfirma "Alpha" soll dem israelischen Militärgeheimdienst jahrelang geholfen haben, Handynutzer abzuhören. Libanesische Medien meldeten am Dienstag, der 56 Jahre alte Alpha-Mitarbeiter aus dem Chouf-Gebirge habe nach seiner Verhaftung am vergangenen Donnerstag gestanden, dass er seit 14 Jahren als Spion für Israel tätig sei. Ihm droht nun die Todesstrafe.

Nach Informationen der Beiruter Zeitung "As-Safir" stehen von insgesamt 120 Verdächtigen, die seit April 2009 im Libanon unter dem Verdacht der Spionage für Israel festgenommen wurden, inzwischen 56 vor Gericht. Da Spionage in die Zuständigkeit von Militärgerichten fällt, dringt über die Prozesse nicht viel an die Öffentlichkeit.

Hisbollah mit eigenem Netz
Die Schiiten-Bewegung Hisbollah hat Israel durch die Abhöraktion aber wohl nicht lokalisieren können. Denn die vom Iran unterstützte "Partei Gottes", die in der libanesischen Allparteienregierung von Premier Saad Hariri vertreten ist, betreibt ein eigenes Telekommunikationsnetz.

Die libanesischen Behörden hatten im Vorjahr die Zerschlagung eines vom israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad aufgezogenen Spionagerings gemeldet. Als dessen Kopf galt der pensionierte General Adib el-Alam. Die Gruppe hatte offenbar den Auftrag, Anschläge auf Vertreter der Hisbollah sowie pro-syrischer Palästinenserfraktionen vorzubereiten und durchzuführen. Einige Verdächtigte hatten sich mit ihren Familien nach Israel abgesetzt.

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