Star-Ökonom fordert Diskriminierung von Migranten

Um Mittelschicht zu retten

Star-Ökonom fordert Diskriminierung von Migranten

Im vergangenen Jahr sind Hunderttausende Menschen nach Europa geflüchtet. Sie flohen vor dem Krieg in ihrer alten Heimat und wollen nun neues Leben in Sicherheit beginnen. Die Aufnahme dieser Migranten stellt die europäischen Länder allerdings vor Probleme, die Integration der Flüchtlinge wird zur Hercules-Aufgabe.

Der frühere Weltbank-Chefökonom Branko Milanovic sorgt nun mit einem Vorschlag zur besseren Integration von Migranten für Aufregung. Der serbisch-amerikanische Wissenschaftler fordert im Interview mit der NZZ, dass man die Neuankömmlinge diskriminieren müsste. Nur so könne man die Mittelschicht noch retten.

Verlierer der Globalisierung

Die Globalisierung habe in den letzten Jahren zu einer vermehrten Ungleichheit gesorgt. Während ein kleiner Teil der Bevölkerung immer reicher werde, würden auch viele Menschen durch die Globalisierung verlieren. Die Missstände des Mittelstandes seien real und würden eine Gefahr für die westlichen Demokratien darstellen, so Milanovic. Die Ängste der Menschen würden Nationalismus und rechtsextreme Parteien fördern, dabei spielt auch die hohe Anzahl von Migranten eine Rolle.

Der Star-Ökonom fordert daher eine rechtliche Diskriminierung von Neuankömmlingen. Die Migranten sollten etwa nur befristete Aufenthaltsbewilligungen bekommen, höheren Steuern zahlen oder weniger Bürgerrechte erhalten. Nur so könne die Zuwanderung in der Bevölkerung besser akzeptiert werden.

Branko Milanovic gehört zu den bekanntesten Ökonomen der Welt. Der serbisch-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler zählt zu den wichtigsten Forschern über Ungleichheit und wurde für die von ihm aufgestellte Elefanten-Kurve berühmt. 

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