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Mobbing-Eklat

Swarovski feuert Verkäuferin, weil sie zu hässlich ist

Viktoria Harmath ist alleinerziehende Mutter eines 15-jährigen Sohns. Sie ist pflichtbewusst, motiviert und arbeitet immer mit guter Laune – so steht es in ihrer Mitarbeiterbeurteilung. Es gibt nur ein Problem: Harmath ist nicht schlank genug. Zumindest meint das ihr Arbeitgeber, eine Schweizer Filiale der Marke „Swarovski“, und feuert die 39-Jährige. Dies berichtet die Zeitung „Blick“.

Verkäuferin wird gemobbt

Noch 2015 war Harmath die zweitbeste Uhren-Verkäuferin aller 18 Swarovski-Filialen, bekam für ihre Leistung eine Uhr geschenkt. Doch dann bekam sie Verwarnungen: Ihr Make-up sei nicht gepflegt genug, ihre Körperhaltung würde gelangweilt wirken. Laut „Blick“ stellte ihre Chefin sie vor allen Kolleginnen bloß, sagte: „Dein Bauch ist so dick geworden! Bist du schwanger?“

Die 39-Jährige fügt sich, schickt ihrer Chefin sogar Fotos von frisch lackierten Nägeln auf Whatsapp, wollte unbedingt gefallen. Trotz guter Zeugnisse wird Harmath am 30. Dezember 2015 gefeuert. Die Verkäuferin ist geschockt, sagt zu „Blick“: „Trotz guter Zeugnisse hat man mich einfach so auf die Straße gestellt“ und weiter: „Ich bin kein Topmodel. Aber ich bin nicht hässlich oder dick.“

Swarovski will sich gegenüber "Blick" zu dem Fall nicht äußern. Kommunikationschefin Andrea Durnthaler sagt nur: „Bezüglich Mobbing zeigt Swarovski null Toleranz." Die Behandlung der Mitarbeiter sei dem österreichischen Konzern besonders wichtig.

39-Jährige wird zum Sozialfall

Harmath ficht die Kündigung an. Vor allem stößt der ehemaligen Angestellten das Arbeitszeugnis bitter auf: Signaturen sollen hineinkopiert worden sein und der Wortlaut passt ihr nicht. Sie verlangte eine neue Version. Auch das Kündigungsschreiben soll von Mitarbeitern unterzeichnet worden sein, die keinerlei Befugnis dazu hatten.

Für Harmath ist es unmöglich, ohne Zeugnis eine Stelle zu finden. Zudem ist sie sich nicht sicher, ob sie noch angestellt ist. Die ehemalige Verkäuferin kann die Miete nicht zahlen, muss zum Sozialamt. Sie sagt: „Swarovski hat mich zum Sozialfall gemacht. Das regt mich heute noch auf.“

Erst im August einigte sich Swarovski mit Harmath vorm Friedensrichter. Sie hat ein neues Zeugnis bekommen. Jetzt sucht sie einen neuen Job.

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