04. Februar 2012 08:30

Isabelle Daniel in Damaskus  

Syrien: Über 300 Tote in Homs

 Regime dementiert Armeeinsatz bei Blutbad in der Protesthochburg.

Syrien: Über 300 Tote in Homs
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Syrien: Über 300 Tote in Homs
© TZ ÖSTERREICH/Daniel
Syrien: Über 300 Tote in Homs
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Bei einem Blutbad in der syrischen Protesthochburg Homs hat die Armee nach neusten Angaben des arabischen Fernsehsenders Al-Arabiya 337 Menschen getötet. Wie der Sender am frühen Samstag in der Früh weiter berichtete, wurden etwa 1.300 Menschen verletzt. Die syrische Führung dementierte unterdessen Berichte, wonach die Armee in Homs ein Blutbad verübt hat. Die Zivilisten seien von bewaffneten Männern getötet worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana.

Auch das syrische Staatsfernsehen bestritt nach Angaben des US-Senders CNN Berichte über den Beschuss von Stadtvierteln in Homs durch die Streitkräfte. Das sei eine "Medienkampagne", die Lügenmärchen und Unwahrheiten benutze, um die Entscheidung des UNO-Sicherheitsrates zu beeinflussen und um Verbrechen und Angriffe zu verschleiern, die von bewaffneten terroristischen Gruppen begangen worden seien, berichtete CNN weiter.

Trotz einer russischen Vetodrohung will der UNO-Sicherheitsrat noch heute über eine Syrien-Resolution entscheiden. Marokko hat für 10.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) eine Sondersitzung beantragt und will seinen Entwurf dann zur Abstimmung bringen, hieß es von westlichen Diplomaten. Nur wenige Stunden zuvor hatte die Vetomacht Russland mitteilen lassen, sie wolle das auch von ihrem Botschafter ausgehandelte Papier nicht mittragen.

Russland kann mit seinem Veto jede noch so starke Mehrheit überstimmen und hat das in der Vergangenheit auch getan, um jede Kritik an seinem Waffenkunden Syrien zu unterbinden. Auf russisches Drängen war der von Arabern und Europäern eingebrachte Entwurf bereits verwässert worden, die Ächtung des Waffenhandels, der Ruf nach freien Wahlen und der Ablösung von Präsident Bashar al-Assad fand sich nicht mehr in dem Kompromiss.

In Syrien gibt es seit fast elf Monaten massive Oppositionsproteste gegen das Assad-Regime, auf die dessen Sicherheitskräfte mit aller Gewalt reagieren. Die Führung in Damaskus macht immer wieder "Terroristen" für die anhaltende Gewalt im Land verantwortlich. Seit vergangenem März kamen nach UNO-Angaben mit Stand vor dem Massaker in Homs mehr als 5.400 Menschen ums Leben, Menschenrechtler gingen von mindestens 6.000 Todesopfern aus.

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4 Postings
didwin meint am 04.02.2012 13:14:08 ANTWORTEN >
Und die UnNötigeOrganisation schaut dabei zu!!!!
krako007 meint am 04.02.2012 12:22:06 ANTWORTEN >
westen mache deine augen auf es ist nicht alles so wie es uns serviert wird !!
krako007 meint am 04.02.2012 11:55:46 ANTWORTEN >
und was ist mit allen ungleubigen aleviten kristen und juden wenn assad weg ist was ist in lybien passiert lernt der westen nicht können ein paar milionen menschen die für assad sind einfach dachingemetzelt werden von einer islamistischen opposition !!!!
krako007 meint am 04.02.2012 12:19:39
hallo
Seiten: 1
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