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Taifun "Fitow" wütet an Ostküste Chinas

Wegen des Taifuns "Fitow" haben an der Ostküste Chinas hunderttausende Menschen ihre Häuser verlassen müssen. In der Provinz Zhejiang wurden vorsorglich 574.000 Menschen in Sicherheit gebracht, in Fujian 177.000 weitere, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Durch den Sturm, der am Montag mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern auf Land traf, kamen mindestens zwei Menschen ums Leben.

Bereits am Samstag hatte das chinesische Wetteramt wegen "Fitow" die höchste Warnstufe ausgerufen. Die stark bevölkerten Provinzen Zhejiang und Fujian befanden sich in höchster Alarmbereitschaft und nahmen vorsorglich Massenevakuierungen vor. Der Taifun traf laut Xinhua am Montag in Fujian auf Land und bescherte der Provinz heftige Regenfälle sowie massive Stromausfälle. Laut Wetteramt sollte der Wirbelsturm in Richtung Nordwesten ziehen und sich auf seinem Weg schnell abschwächen.

In der Gegend der Küstenstadt Wenzhou in Zejiang kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, wie Xinhua berichtete. Demnach wurden zudem zwei Hafenmitarbeiter vermisst, die möglicherweise ins Meer gerissen wurden. In einem Radiobericht hieß es, dass der Sturm allein in Wenzhou mehr als 1.200 Häuser zerstört habe. Die Hafenbehörden riefen die Fischer auf, in die Häfen zurückzukehren. Außerdem wurden Schutzmaßnahmen gegen mögliche Überschwemmungen veranlasst.

"Fitow" behinderte in der Region auch den Schienen- und Luftverkehr. In den Provinzen Zhejiang, Fujian und Jiangxi durften laut Xinhua keine Hochgeschwindigkeitszüge fahren, der Flughafen von Wenzhou strich knapp 30 Flüge. Am Sonntag waren wegen des Taifuns bereits rund 100 internationale Flüge mit Start- oder Zielpunkt im benachbarten Taiwan gestrichen worden.

"Fitow", der nach einer Blume aus Mikronesien benannt ist, ist der 23. Taifun, der in diesem Jahr über China hinwegzog. Bevor er China erreichte, war er über den Süden Japans gezogen und hatte dort leichte Schäden angerichtet. Erst vor zwei Wochen war der Taifun "Usagi" über die Region gefegt und hatte im Süden Chinas mindestens 25 Menschen in den Tod gerissen.

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