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Tausende flüchten vor Mississippi-Flut

USA

Tausende flüchten vor Mississippi-Flut

Tausende Quadratkilometer fruchtbares Farmland hat das Hochwasser des Mississippi im Süden der USA bereits überschwemmt. Immer mehr Menschen fliehen vor den Fluten. Am Mittwoch liefen im Mississippi-Delta die Vorbereitungen für die anrollenden Fluten auf Hochtouren. Zehntausende Menschen richteten sich auf eine Evakuierung ein. In den Staaten Louisiana und Mississippi könnte der Pegel in den nächsten Tage den höchsten Stand seit mehr als 80 Jahren erreichen.

Gefahrenzone um New Orleans

In der Gefahrenzone liegen auch die Städte Baton Rouge und New Orleans. Die Dämme der historischen Stadt Memphis (Tennessee) hielten dem Hochwasser weiter stand, die Flutwelle rauschte flussabwärts. Hunderte Häuser standen am Mittwoch unter Wasser, an manchen Stellen reichte die Flut drei Stockwerke hoch. Allein in Arkansas waren mehr als 4.000 Quadratkilometer Anbaufläche überflutet, die zuständige Farmbehörde schätzte die Schäden für die Landwirtschaft auf bis zu 500 Millionen Dollar (knapp 300 Millionen Euro).



Massive Überflutungen erwartet
Der US-Staat Mississippi erwartete ähnlich massive Überflutungen - und neben erheblichen Verlusten für die Landwirte auch schwere Einbußen durch die Schließung zahlreicher Casinos in den Flutzonen. In der Stadt Tunica stand am Mittwoch bereits ein Spielbank unter Wasser. In Louisiana befürchtete Gouverneur Bobby Jindal, dass bis zu 12.000 Quadratkilometer Land überflutet werden könnten. In 21 Bezirken wurde vorsorglich der Notstand ausgerufen.

Das Armeekorps der Ingenieure, zuständig für den Hochwasserschutz, öffnete weitere Fluttore an einem Not-Ablauf des Mississippi nördlich von New Orleans in Louisiana, um für Entlastung zu sorgen. Von dort fließt das Hochwasser in den Pontchartrain-See und dann in den Golf von Mexiko. Die Öffnung weiterer Abflusskanäle wurde erwogen. Diese Maßnahmen könnten die Ballungszentren schützen helfen - andere, weniger dicht bevölkerte Gebiete mit wertvollem Farmland würden aber unweigerlich überflutet.

Aufatmen in Memphis
Die Menschen in Memphis atmeten unterdessen langsam auf. Hier war die Flutwelle - knapp 14,6 Meter hoch - in der Nacht auf Dienstag eingetroffen. Die Dämme hielten, die befürchtete große Katastrophe blieb aus. Allerdings müssen die Schutzwälle noch mehrere Tage dem hohen Druck gewaltiger Wassermassen standhalten: Die Pegelstände sinken nur sehr langsam, weil der Mississippi vergleichsweise wenig Gefälle hat und das Wasser entsprechend gemächlich abfließt.

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