Terror-Alarm wegen Bomben-Attrappe

Verdächtiges Gepäckstück

© EPA

Terror-Alarm wegen Bomben-Attrappe

Sicherheitskräfte in Namibia haben vor einem Air-Berlin-Flug nach München einen möglichen Sprengsatz sichergestellt. Entdeckt wurde das verdächtige Gepäckstück beim Beladen des Charterflugs mit 296 Passagieren in Windhuk. Wie das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstag mitteilte, zeigten sich beim Durchleuchten des Gepäcks Batterien, die über Kabel mit einem Zünder und einer laufenden Uhr verbunden waren.

Nur ein Test?
Bei dem Gepäckstück handelte es sich nach Informationen des ZDF um eine Bombenattrappe. Es sei offenbar ein Testlauf gewesen von Behörden, um die Aufmerksamkeit der Gepäckkontrolle zu testen, berichtete der Sender am Donnerstagabend unter Berufung auf nicht näher genannte amerikanische Sicherheitskreise. Es handle sich bei dem Fund um einen industriell gefertigten Sprengsatz speziell für Sicherheitstests. Wer diesen Test machen wollte, sei derzeit nicht bekannt.

Bei dem Gepäckstück hat es sich nach Angaben der namibischen Polizei um eine Laptoptasche gehandelt. "Unsere Beamten fanden das Päckchen verdächtig, weil es kein Adressschild trug und es wurde daraufhin vom restlichen Gepäck entfernt", sagte Polizeiinspektor Sebastian Ndeitunga im namibischen Radio.

Maschine war schon beladen

Das Gepäckstück befand sich am Mittwoch in einer Flughafenhalle, in der zuvor das für den München-Flug bestimmte Gepäck gelagert worden war. Nach Angaben von Air Berlin war die Maschine schon beladen, als das verdächtige Gepäckstück in der Halle entdeckt wurde. Der mögliche Sprengsatz war zudem nicht ausdrücklich an Deutschland adressiert. Das Gepäckstück habe keinen Ziel-Aufkleber gehabt, sagte eine Sprecherin von Air Berlin.

Verspätung
Die Maschine startete schließlich mit sechseinhalbstündiger Verspätung. Vor dem Abflug wurden die Passagiere nochmals durchsucht, sie landeten nachts wohlbehalten in München. Dort wurde das Gepäck ein weiteres Mal durchleuchtet, Bundespolizei befragte die Fluggäste. Es habe aber keine neuen Erkenntnisse gegeben, sagte der BKA-Sprecher.
 

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