Terror-Anschlag auf Kapitol verhindert

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Terror-Anschlag auf Kapitol verhindert

Im US-Staat Ohio ist ein US-Bürger festgenommen worden, der offenbar einen Anschlag auf den Sitz des US-Kongresses in Washington geplant hat. Wie das US-Justizministerium und das FBI am Mittwoch mitteilten, wurde der 20-Jährige in Gewahrsam genommen, nachdem er zwei halbautomatische Waffen und reichlich Munition gekauft hatte.

IS-Unterstützer

Er muss sich nun wegen illegalen Waffenbesitzes und des "Versuchs der Tötung von Angestellten der USA" verantworten. Laut Strafanzeige eröffnete der Mann ein Twitter-Konto unter dem Pseudonym Raheel Mahrus Ubaydah, wo er Unterstützung für die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekundete. Er habe dort "Erklärungen, Videos und andere Inhalte" veröffentlicht, die ein Sympathisieren mit den Extremisten nahelegen. Zudem bekundete er seine Unterstützung des "gewaltsamen Jihad" sowie von Angriffen in den USA und anderswo.

Einem Informanten des FBI soll der 20-Jährige außerdem seine Pläne dargelegt haben, das Kapitol in Washington anzugreifen, das den Senat und das Repräsentantenhaus beherbergt. Er habe die Kongressmitglieder als "Feinde" bezeichnet und geplant, selbstgebaute "Rohrbomben im Kapitol und in der Nähe" zu platzieren. Mit "Feuerwaffen" habe er dann "Angestellte und Regierungsvertreter" töten wollen, hieß es in den FBI-Dokumenten.

Seit August beobachtet

Das FBI beobachtet den Mann den Angaben zufolge bereits seit August vergangenen Jahres. Im Sommer hatte der IS in einer breiten Offensive weite Landesteile in Syrien und im Irak erobert. Die Jihadistenorganisation rief in der Vergangenheit außerdem ausdrücklich zur Tötung von Bürgern in den Ländern auf, die den Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak unterstützen.

Der Vorsitzende Heimatschutzausschusses im Repräsentantenhaus, Michael McCaul, lobte die Festnahme und erklärte, der Ausschuss habe Ermittlungen dazu eingeleitet, wie die Regierung gegen Terrorgefahren in den USA vorgehe. "Diese Terroristen sind versessen darauf, unser Land anzugreifen", erklärte der Republikaner.

Anschläge in Paris
In der vergangenen Woche hatten mehrere islamistische Angriffe in Paris die Welt erschüttert. Dabei waren 17 Menschen getötet worden, darunter zahlreiche Journalisten des Satire-Magazins "Charlie Hebdo". Für den Angriff hatte am Mittwoch der jemenitische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida die Verantwortung übernommen.

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