Thailand: Ex-Ministerpräsidentin in Haft

Nach Putsch

Thailand: Ex-Ministerpräsidentin in Haft

Einen Tag nach dem Putsch in Thailand hat die Armeeführung die ehemalige Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra festgenommen. Neben Yingluck befänden sich auch ihre Schwester und ihr Schwager in Gewahrsam, sagte ein ranghoher Militärvertreter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die beiden Verwandten hatten wichtige Posten in der politischen Führung unter Yingluck.

Alle drei würden in spätestens einer Woche wieder auf freien Fuß kommen, sagte der Militärvertreter weiter. In der Zwischenzeit müssten aber einige Dinge organisiert werden.

Neben Yingluck stellte sich Medienberichten zufolge auch der letzte amtierende Regierungschef Niwatthamrong Boonsongpaisan der Armee. Insgesamt waren 100 führende Persönlichkeiten zum Rapport bestellt worden. Es war unklar, ob sie festgenommen werden sollten. Die Armee hatte sich am Donnerstag an die Macht geputscht.

Armeechef ernennt sich zum Übergangspremier
Nach dem Militärputsch in Thailand hat sich Armeechef Prayuth Chan-ocha zum amtierenden Ministerpräsidenten ernannt. Das geht aus einer Donnerstag Nacht veröffentlichten Erklärung der als "Nationaler Rat für die Wahrung von Frieden und Ordnung" bezeichneten Militärjunta hervor, wie die "Bangkok Post" Freitag Früh berichtete.

In den ersten 16 Stunden seit der Machtübernahme hatten die Militärbehörden zwei Befehle und 19 Kundmachungen herausgegeben, die wiederholt über Radio und Fernsehen verbreitet wurden. Sonst war dort nur traditionelle Musik zu hören. Sendeanstalten, die dies verweigern, droht die Abschaltung.

Andere Medien wie Zeitungen, Internet und Telefonverbindungen waren Freitag Früh nicht betroffen, so die "Bangkok Post".

In einer Kundmachung hieß es, dass die Generalsekretäre aller Ministerien bis auf Weiteres die Aufgaben der abgesetzen Minister übernehmen würden. Sie seien, ebenso wie die Chefs von Staatsunternehmen, bis zur Bildung eines neuen Kabinetts gegenüber dem Militär rechenschaftspflichtig. Provinzgouverneure müssten den Armee-Stützpunkten ihrer Region Bericht erstatten.


 

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