Totales Schneechaos in Europa

Hunderte Flüge gestrichen

 

Totales Schneechaos in Europa



22.57 Uhr:
viele Fußballfans in ganz Europa mussten wegen des Schnees auf Spiele der Profiligen verzichten, betroffen waren Partien in England, Schottland, Frankreich und den Niederlanden. Vielfach galt eine Anreise der Fans zu den Stadien als zu gefährlich. Nachgeholt werden müssen nun etwa die Spiele Chelsea gegen Manchester United sowie Florenz gegen Inter Mailand.

22.29 Uhr:
Das Schneechaos erreichte selbst Italien: Der Flughafen von Florenz blieb am Sonntag geschlossen, Schnee und Eis verwandelten die Toskana in eine Winterlandschaft. In Skandinavien sanken die Temperaturen mancherorts unter minus 20 Grad, Meteorologen warnten vor neuen Schneemassen. Während der dortige Flugverkehr normal funktionierte, waren viele Langstreckenflüge verspätet.

22.05 Uhr:
Hunderte Autofahrer saßen in der Nacht zum Samstag in Großbritannien bei eisigen Temperaturen auf der Autobahn M6 im Großraum Manchester fest. Die Polizei verteilte Nahrungsmittel und Wasser an die Gestrandeten. Sie rief die Menschen dazu auf, alle nicht unbedingt nötigen Fahrten zu vermeiden. Drei Menschen kamen bei wetterbedingten Unfällen ums Leben.

21.38 Uhr: 
Für sechs Departments im Norden und Nordosten Frankreichs gilt bis zum Montagmorgen eine Schnee- und Eiswarnung. Die Meteorologen erwarteten für den Tagesverlauf eine weitere Schneefront, die noch heftiger ausfallen sollte als jene vom Vortag. "Der Tag wird sehr schwierig werden", so Verkehrsstaatssekretär Thierry Mariani.

21.15 Uhr:
Auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle wurden 40 Prozent aller Flüge abgesagt. Die Behörden baten die Flughäfen der Nachbarländer, Flugzeuge nicht mehr dorthin umzuleiten, wie dies am Samstag für 5.200 Reisende der Fall war. Paris lag unter einer dicken Schneedecke, im Großraum der französischen Hauptstadt war auch der Busverkehr unterbrochen.

20.51 Uhr: 
Hunderte Autofahrer saßen in der Nacht zum Samstag in Großbritannien bei eisigen Temperaturen auf der Autobahn M6 im Großraum Manchester fest. Die Polizei verteilte Nahrungsmittel und Wasser an die Gestrandeten. Sie rief die Menschen dazu auf, alle nicht unbedingt nötigen Fahrten zu vermeiden. Drei Menschen kamen bei wetterbedingten Unfällen ums Leben.

20.31 Uhr:
Mehrere hundert Mitarbeiter bemühten sich in Heathrow darum, "es Passagieren im Terminal so warm und bequem wie möglich zu machen" und den Flughafen auf eine schnelle Wiedereröffnung vorzubereiten. Bereits in der Nacht auf Sonntag hatten etliche gestrandete Passagiere dort übernachten müssen.

20.20 Uhr:
Die Deutsche Bahn warnt wegen des Schneechaos vor überfüllten Zügen, Verspätungen und Ausfällen. Zugfahrten sollten daher auf „weniger nachgefragte Zeiten” verschoben werden.

20.00 Uhr:
Ein Flughafensprecher von London-Heathrow sagte, er hoffe, dass am Montag der Flugbetrieb wieder normal laufe. Auch am zweitgrößten Londoner Flughafen Gatwick wurden für Sonntag erhebliche Behinderungen erwartet.

19.45 Uhr:
Wut und Chaos auch auch am Amsterdamer Airport Schiphol: 3000 Menschen mussten dort die Nacht verbringen – wer keines der 1700 Feldbetten ergattern konnte, hatte nur Bänken und Stühlen als Schlafplatz.

19.25 Uhr:
Am Flughafen Frankfurt gab es einen Rückstau von 2500 Fluggästen. In der endlos langen Schlange vor der Gepäckabfertigung lagen die Nerven blank.

19.16 uhr:
Am Samstag übernachteten auf dem Flughafen München 200 Passagiere auf Feldbetten, weil ihr Zielflughafen nicht zu erreichen war.

19.00 Uhr: Chaos auch auf den deutschen Autobahnen: In Niedersachsen musste die Autobahn 1 zwischen Cloppenburg und Vechta für rund vier Stunden gesperrt werden, nachdem ein Lastwagen in die Mittelleitplanke geprallt war. In Rheinland-Pfalz wurde die Autobahn 3 im Westerwald nach einem Lkw-Unfall zwischen Diez und Montabaur in Richtung Köln gesperrt.

18.50 Uhr: Die Lufthansa hat wegen des Schneetreibens in Frankfurt ihren Sonderflugplan auf Montag ausgedehnt. „Der Sonderflugplan wird aufgrund der winterlichen Wetterverhältnisse bis einschließlich Montag verlängert”, sagte eine Unternehmenssprecherin.

18.35 Uhr: Die Deutsche Bahn rechnet insbesondere auf den Strecken zwischen Hamburg und München, Berlin und dem Ruhrgebiet sowie von Köln nach München mit Behinderungen.

18.12 Uhr:  Auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle sorgten Schnee und Eis ebenfalls für zahlreiche Ausfälle und Verspätungen. Am Morgen seien alle vier Pisten für eine gute Stunde gesperrt gewesen, um Schnee zu räumen.

17.55 Uhr:
In einer ungewöhnlichen Aktion riet die Deutsche Bahn von Zugreisen am Sonntag ab. Wegen der schwierigen Straßenverhältnisse und der vielen Flugausfälle sei mit sehr vollen Zügen zu rechnen, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Für den Nachmittag geplante Reisen sollten, wenn möglich, auf "weniger nachgefragte Zeiten" verschoben werden.

17.35 Uhr:
"Wenn man den Schnee wegräumt und es dahinter wieder friert, kann man nichts mehr machen", sagt Andrew Teacher von der Hearthrow-Betreiberfirma BAA in London. Einige Maschinen seien auf ihrer Parkposition festgefroren. Heathrow habe gerade im vergangenen Jahr sechs Millionen Pfund (5,1 Millionen Euro) in Schneeräumtechnik investiert.

17.05 Uhr: Schnee-Chaos auch am Hamburger Flughafen, wo 40 Flüge ausfielen.

16.32 Uhr: Auch der Flughafen in München hat nach zahlreichen Annullierungen in den vergangenen weiterhin mit dem Schnee zu kämpfen. Wegen der Räumungsarbeiten war der Betrieb bereits am Sonntagmorgen eingeschränkt, wie ein Sprecher des Flughafens erklärte. Rund 50 Flüge wurden gestrichen.

16.05 Uhr:
In Brüssel zwang das Schneechaos  rund 4.000 Passagiere zu einer unfreiwilligen Übernachtung. 1.500 Fernreisende nach Großbritannien, die wegen der Schließung der Londoner Flughäfen nach Brüssel umgeleitet wurden, mussten die Nacht im Transitbereich verbringen.

15.54 Uhr:
  Besonders schwer getroffen ist der größte britische Flughafen in London-Heathrow. Weil für den Sonntag weitere Schneefälle vorausgesagt waren, blieb Heathrow weitgehend lahmgelegt. Es wurden alle Landungen sowie die allermeisten Starts gestrichen.

15.40 Uhr: Allein am Drehkreuz Frankfurt am Main wurden bereits am frühen Sonntagmorgen 450 von gut 1.300 Flügen gestrichen, berichtete eine Sprecherin. In den Hallen warteten Hunderte Passagiere weiter auf ihren Abflug, eine genaue Zahl konnte die Sprecherin nicht nennen. "Die Flugpläne sind völlig durcheinander", sagte sie. "Von Entspannung kann man nicht reden, da wir weitere Schneefälle erwarten."


Der Flughafen Frankfurt muss auch am Sonntag mit dem Wintereinbruch kämpfen. Am Morgen war bereits sicher, dass 302 von 1317 Verbindungen ins In- und Ausland gestrichen werden. Betroffen sind 146 Starts und 156 Landungen, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Allein die Lufthansa hatte im Zuge ihres Sonderflugplans 130 Flüge gestrichen. Vor Beginn des Flugbetriebes war nur eine Bahn offen, der Winterdienst würde aber mit jedem Fahrzeug räumen. Der Flugbetrieb hänge aber auch von der Situation an anderen Flughäfen wie Florenz oder London ab. Am Samstag waren insgesamt 272 Flüge in Frankfurt gestrichen worden.

Von Tumulten unter den Fluggästen, wie es sie am Samstag gegeben hatte, war in der Nacht keine Rede mehr. "Es sind viele Leute da, aber es läuft geordnet ab", teilte ein Polizeisprecher mit.

Die Berliner Flughäfen und der Flughafen Hamburg machten derweil lediglich Angaben zu Verbindungen, die schon am Samstag gestrichen worden waren. In Hamburg betreffe das acht Flüge, man gehe aber davon aus, am Sonntag den Flugbetrieb regulär starten zu können, sagte ein Sprecher. Am Flughafen Tegel wurden einige Flüge nach London, Paris oder Frankfurt annulliert.

Auf den Straßen blieb es indes in der Nacht zum Sonntag ruhig. "Es schneit seit viereinhalb Stunden, aber es gibt keine Unfälle", sagte ein Polizeisprecher aus Mainz. Auch im Saarland gab es starke Schneefälle, die jedoch in der Nacht keinen großen Einfluss auf das Unfallgeschehen hatten. "Es fährt kein Auto mehr in Saarbrücken", hieß es von der dortigen Polizei.

Belgien: 4.000 Passagiere sitzen in Brüssel fest
Das Schneechaos im Flugverkehr über Europa hat 4.000 Passagiere zu einer unfreiwilligen Nacht in Brüssel gezwungen. Viele konnten in Hotels in Flughafennähe unterkommen. Doch 1.500 Fernreisende nach Großbritannien, die wegen der Schließung der Londoner Flughäfen nach Brüssel umgeleitet wurden, mussten die Nacht im Transitbereich verbringen: "Sie kommen aus allen Teilen der Welt und haben kein Visum", sagte ein Flughafensprecher am Sonntag. Die Fluggäste aus China, Südkorea, Kuwait und den USA durften den Bereich nicht verlassen.

Chaos in Großbritannien
In London fielen am Samstag binnen weniger Stunden bis zu 15 Zentimeter Schnee, danach ging an den großen Airports Heathrow und Gatwick erstmal gar nichts mehr. Allein in Gatwick waren waren 47 Schneepflüge und Traktoren im Einsatz. Auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle sollten 15 Prozent der Flüge ausfallen. Der Budapester Flughafen Ferihegy wurde komplett geschlossen: Die Räummannschaften kamen nicht mehr gegen den Schnee an.

Budapest schloss seinen Airport
Wegen ausgiebiger Schneefälle ist am Samstagnachmittag der Budapester Flughafen Ferihegy geschlossen worden. Die Räummannschaften kämen mit dem Säubern der Landebahnen nicht mehr nach, erklärte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur MTI. Im Anflug auf Budapest befindliche Flugzeuge wurden zu anderen Flughäfen in der Region umgelenkt.

Italien kämpft gegen die Schneemassen
Wegen des Tiefs "petra" mit Eis und Schnee haben in Italien am Samstag chaotische Zustände geherrscht. Vor allem die Regionen des Nordens waren betroffen. Auf der Autobahn A1 zwischen Florenz und Arezzo steckten Hunderte Autofahrer fest. Einige quergestellte Lastwagen blockierten die ganze Autobahn, worauf sich eine 38 Kilometer lange Schlange bildete.

Autolenker mussten im Pkw Nacht verbringen
Die Lenker mussten die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Der Zivilschutz verteilte warme Getränke und Decken. Helfer beklagten, die Italiener seien schlecht für den Winter ausgerüstet. Die Betroffenen erwiderten, dass die Autobahn gesperrt hätte werden sollen.

Drei Tote
Mindestens drei Menschen kamen innerhalb von 24 Stunden ums Leben, wie italienische Medien am Samstag berichteten. Bei Arezzo in der Toskana starb ein Lastwagenfahrer, dessen Fahrzeug bei einem Massenunfall auf eisglatter Fahrbahn umgekippt war. In der Lombardei bekam ein Mann beim Schneeschaufeln vor seinem Haus einen Herzinfarkt und starb. In Mailand erfror in der Nacht ein 47-jähriger Obdachloser auf dem Parkplatz eines Supermarktes.

 Chaos auf der Schiene

Auch im Bahnverkehr kam es zu erheblichen Behinderungen. In Friaul wurden mehrere Verbindungen gestrichen, da sich Eis auf den Stromkabeln gebildet hatte. In der bergigen Region Abruzzen wurde wegen des Schnees die Bahnlinie Roma-Sulmona unterbrochen. Der Intercity vom süditalienischen Salerno kam am Samstag mit 13 Stunden Verspätung in Turin an. Er hatte zehn Stunden lang in Livorno halten müssen.

Flüge gestrichen
Chaos herrschte auch auf den Flughäfen. Die Airports von Florenz und Pisa wurden wegen heftiger Schneefällen gesperrt. Auf dem Mailänder Flughafen Orio al Serio saßen 3.900 Personen am Freitag fest, nachdem 28 Ryanair-Flüge gecancelt worden waren. 200 von ihnen mussten die Nacht auf Samstag im Airport verbringen.






 

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