Transsexueller Mann bekommt Baby

Trotz Hormonbehandlung

Transsexueller Mann bekommt Baby

Der isländische Teenager Henry S. steckte im falschen Körper. Mit einer Hormonbehandlung wollte er die Umwandlung zum Mann einleiten. Doch plötzlich wurde er schwanger.

Zwei Monate lief die hormonelle Umwandlungs-Prozedur, als der 19-Jährige feststellte, dass er schwanger sei, berichtete "Daily Mail". Die Schwangerschaft war keineswegs geplant, hatte der Isländer doch schon die Operation zur Geschlechtsumwandlung vorbereitet.

Chance auf Familiengründung
Zusammen mit seinem Freund und Vater des Kindes entschied er sich schließlich dazu, die Geschlechtsumwandlung zu verschieben und das Baby zu bekommen. Die Geburt erfolgte durch einen Kaiserschnitt. Laut "Daily Mail" kannten sich die beiden schon seit Jahren, erst im Februar letzten Jahres seien sie jedoch ein Paar geworden.

Nach einem Überraschungsmoment sah das Paar die Schwangerschaft als Chance, eine Familie zu gründen. Henry S. stillt zurzeit sogar sein Baby, berichtet "Daily Mail".

Geschlechtsumwandlung ist weiterhin der Plan
Die Geschlechtsumwandlung will der 19-Jährige jedoch weiterhin durchführen: "Ich habe mich zwar nie zu hundert Prozent männlich gefühlt, jedoch fühle ich mich einfach wohler damit, als Mann zu leben, weshalb ich die Umwandlungsprozedur weiterführen werde, sobald ich kann", erklärte er in einem Gespräch mit der britischen Zeitung.

Keine Vorurteile
Im Oktober 2014 habe der Teenager seinen Eltern davon erzählt, dass er ein Mann werden wolle. Seine Mutter reagierte auf die Eröffnung gelassen, sein Vater jedoch sei zunächst verwirrt gewesen. Vor allem, als er erfuhr, dass sein Sohn ein Kind bekomme.

Mit Vorurteilen habe Henry S. glücklicherweise nie zu kämpfen gehabt, obwohl jeder in seinem 200-Einwohner-Ort von seinen Lebensentscheidungen wisse.

"Geschlechtsneutral"
Die beiden jungen Eltern seien sich laut "Daily Mail" darüber einig, dass sie die ersten Jahre ihrer Tochter "geschlechtsneutral" gestalten wollen. "Zu pinke oder mädchenhafte" Sachen solle es vorerst nicht geben.

"Sobald sie alt genug ist, um eigene Entscheidungen zu treffen, soll sie selbst entscheiden, in welche Richtung es gehen soll", stellte Henry S. klar.

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