Donald Trump ist gefährlicher als ISIS

Laut Thinktank

Donald Trump ist gefährlicher als ISIS

Eine mögliche US-Präsidentschaft von Donald Trump ginge nach Einschätzung einer britischen Denkfabrik mit einem erheblichen Risiko für die globale Sicherheit und die Weltwirtschaft einher. In der Risikobewertung der renommierten Economist Intelligence Unit (EIU) wurde eine Präsidentschaft des republikanischen Bewerbers auf einem bis 20 reichenden, nach Bedrohung steigenden Index bei zwölf eingestuft. Damit befindet sich der Milliardär unter den ersten 10 Bedrohungsszenarien. Trump steht damit auf der gleichen Stufe wie die Terror-Miliz ISIS. Auch die Jihadisten hätten demnach die Möglichkeit, die Weltwirtschaft bedeutend zu destabilisieren. Insgesamt wird Trump allerdings als noch eine Spur gefährlicher als ISIS eingestuft.

China als größte Bedrohung
Als die derzeit größte Bedrohung sieht die EIU einen wirtschaftlichen Einbruch in China an. Zur Begründung verweist die EIU in dem Bericht insbesondere auf Trumps abneigende Haltung gegenüber China, seine Ablehnung von Freihandelszonen und seine abfälligen Bemerkungen über Muslime im Zusammenhang mit islamistischem Extremismus. Vor allem seine Forderung nach einem Einreisestopp für Muslime in die USA könnten jihadistischen Gruppen als "starkes Werkzeug für Rekrutierungen" dienen.

Weiterhin verwies die EIU auf Trumps ablehnende Haltung zur Nordamerikanischen Freihandelszone (Nafta) sowie auf seine Äußerungen zu China, das er wiederholt als "Währungsmanipulator" gebrandmarkt hatte. In Gefahr sehen die EIU-Experten etwa die Transpazifische Partnerschaft (TPP), das im Februar unterzeichnete größte Freihandelsabkommen der Welt zwischen zwölf Pazifik-Anrainerstaaten. Mit dem Abkommen wollen vor allem die USA als weltgrößte Wirtschaftsmacht ihre Vormachtstellung gegenüber China sichern.

Handelskrieg
"Seine feindliche Haltung zum Freihandel, seine Distanzierung vor allem von Mexiko und China, könnte schnell in einen Handelskrieg münden", erklärte die EIU. Diese Risiken bestünden insbesondere in den Fällen einer Wirtschaftskrise oder eines terroristischen Anschlags in den USA, heißt es in dem Bericht.

Trump, der derzeit das Kandidatenfeld bei den Republikanern mit großem Vorsprung anführt, hatte im Sommer mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnet. Eines der zentralen Wahlversprechen des populistischen Milliardärs ist der Bau einer Mauer an der Südgrenze der USA. Mexiko gehört neben den USA und Kanada dem Nafta-Abkommen an.

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