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Opferzahl steigt

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Türkei-Erdbeben: Das Baby-Wunder

Als die Erde bebte, waren die Eltern der kleinen Azra, Mutter Samiha (25) und Vater Sinan (32), mit ihrem Baby zu Besuch bei den Großeltern, eine Wohnung im ersten Stock eines mehrgeschossigen Wohnhauses. Opa Ahmed Karaduman ist Arzt und wollte seine Enkeltochter untersuchen: Azra ist ein Frühchen.

Diashow Nach Erdbeben: Baby aus Trümmern gerettet

So wird Baby Azra aus den Trümmern gerettet

So wird Baby Azra aus den Trümmern gerettet

So wird Baby Azra aus den Trümmern gerettet

So wird Baby Azra aus den Trümmern gerettet

So wird Baby Azra aus den Trümmern gerettet

So wird Baby Azra aus den Trümmern gerettet

So wird Baby Azra aus den Trümmern gerettet

So wird Baby Azra aus den Trümmern gerettet

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Ärzte: ‚Azra wird keine bleibenden Schäden haben‘
Ansatzlos kamen die Erdstöße, das Haus brach zusammen, nur der Opa kann sich gerade noch durch die Tür retten. Hilflos muss er zusehen, wie seine Familie unter den Trümmern begraben wird. Zwei Tage lang erlebt er mit, wie die Rettungsteams verzweifelt um seine Liebsten kämpfen. Dienstag früh, 47 Stunden nach dem verheerenden Horror-Beben, geschieht dann doch noch das Wunder: Eine Helferin findet Baby Azra bis auf kleine Kratzer unverletzt und trägt sie aus den Trümmern. Minuten später wird auch Mama Samiha lebend geborgen – unter den Rettungskräften bricht Jubel aus. Opa Ahmed: „Ich bin überglücklich, dass sie geborgen wurden.“ Auch die Oma wurde gerettet, nur von Azras Papa fehlte jede Spur. Die Ärzte sind zuversichtlich: „Das Baby ist gesund und wird überleben.“

Über 430 Tote: Zahl der Opfer nach oben korrigiert
Dienstagabend dann die nächste Erfolgsmeldung: Der 10-jährige Serhat Gül wird nach 54 Stunden lebend aus den Trümmern gezogen. Die beiden „Wunder“ gaben den Hilfskräften neuen Elan. Doch die Chancen, in der zerstörten Stadt noch mehr Verschüttete zu retten, schwinden wegen der zunehmenden Kälte mit jeder Stunde.
Denn Helfer und Angehörige müssen auch sehr viele Todesnachrichten akzeptieren, wie jene des 13-jährigen Buben Yunus.

Am Dienstag musste der türkische Krisenstab die Opferzahlen nach oben auf mindestens 432 Todesopfer korrigieren. Zudem sind insgesamt 1.352 Personen verletzt und 2.200 Gebäude zerstört worden. Zehntausende Überlebende müssen schon die dritte Nacht im Freien bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ausharren. Die Polizei brachte Tausende beheizte Zelte in die Provinz, doch das reicht längst nicht aus ...

Yunus © Reuters

Tragödie um Yunus
Die Bilder seiner Rettung gingen um die Welt, er war das Symbol der Hoffnung. Doch jetzt ist der 13-jährige Yunus tot – völlig unerwartet blieb sein Herz stehen.

Yunus war am Sonntag in einem Internet-Café, als das Beben über die Provinz hereinbrach. Das Gebäude stürzte ein, der kleine Bub wurde unter den tonnenschweren Stahl- und Betonmassen begraben. Im letzten Moment warf sich ein Unbekannter über ihn, um Yunus zu schützen. Der Mann starb, Yunus war eingeklemmt und schrie zwei Tage lang um sein Leben, bis ein Suchtrupp auf ihn aufmerksam wurde. Sie retteten ihn am Dienstag, da war sein Zustand noch gut. Doch die Verletzungen waren zu schwer für seinen kleinen Körper, Yunus verlor kurz nach der Rettung sein Bewusstsein. Auf dem Weg ins Spital hörte plötzlich sein Herz auf zu schlagen.

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