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Türkei nach Blutbad im Schock

Anschlag

Türkei nach Blutbad im Schock

Zwei Selbstmordattentäter hatten ihre Sprengsätze während einer Friedenskundgebung in Ankara gezündet. Zur Demonstration hatte die pro-kurdische Partei HDP aufgerufen. Die Höllenmaschinen detonierte inmitten ihrer Anhänger. Zumindest 128 Menschen kamen ums Leben, mehr als 500 wurden verletzt. Es war der blutigste Anschlag in der Türkei.

Einer der Attentäter war ein 25- bis 30-jähriger Mann. Das ergaben Untersuchung von Leichen am Tatort.

Die Sprengsätze gleichen jenen Bomben, die bei einem Attentat im Juli in der türkischen Stadt Suruc (30 Tote) verwendet wurden.

Der Bruder des Suruc-Attentäters soll einer der Ankara-Bomber sein.

Beide waren Mitglieder der ISIS-Milizen, haben in Syrien gekämpft, lernten dort den Bombenbau.

Hintergrund
Experten glauben, dass der Anschlag die Türkei im Vorfeld der Parlamentswahlen am 1. November destabilisieren sollte. Die Neuwahl wurde nötig, weil keine Koalition gebildet werden konnte. Die kurdische HDP hat bei den Wahlen 13 Prozent der Stimmen erzielt.

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