Sonderthema:

Durchschnittsalter bei 30,1 Jahren

Türkei will Bevölkerungswachstum ankurbeln

Die türkische Regierung will das Bevölkerungswachstum des Landes mit staatlichen Unterstützungszahlungen ankurbeln. Jüngste Statistiken, nach denen das Durchschnittsalter der Türken erstmals die Marke von 30 Jahren überschritten hat, seien in Ankara mit Sorge aufgenommen worden, meldete die Zeitung "Hürriyet" am Mittwoch. Der zuständige Minister Cevdet Yilmaz sagte dem Blatt, das sinkende Bevölkerungswachstum solle mit Hilfe finanzieller Anreize für Familien mit Kindern bekämpft werden. Gedacht werde unter anderem an Kindergeldzahlungen nach europäischem Vorbild.

Nach Erkenntnissen der türkischen Statistikbehörde liegt das Durchschnittsalter der rund 75,6 Millionen Türken inzwischen bei 30,1 Jahren. Im Vergleich zu den alternden Gesellschaften in Europa ist die Türkei aber immer noch ein sehr junges Land: Knapp ein Viertel aller Türken sind jünger als 15 Jahre. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan warnt seine Landsleute seit Jahren vor einer Vergreisung der Gesellschaft und fordert, jede Familie in der Türkei solle mindestens drei Kinder in die Welt setzen. Kritiker werfen Erdogan aber mangelnde sozialpolitische Unterstützung für die Familien vor.

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