Kritik an tschechischen Babyklappen

Vereinte Nationen

Kritik an tschechischen Babyklappen

Das UN-Kinderrechtskomitee hat die sofortige Abschaffung von Babyklappen in Tschechien gefordert. Bei dem "Babybox"-Programm können Mütter derzeit an 34 Orten im ganzen Land Säuglinge anonym abgeben. Das UN-Komitee sieht darin das Recht der Kinder auf eine Identität verletzt. Statt Babyklappen einzurichten, solle der Staat lieber die Ursachen der Babyabgabe bekämpfen und ungewollt Schwangeren Beratung und soziale Hilfe anbieten, heißt es in dem UN-Bericht.

Initiator wehrt sich
Der Initiator der tschechischen Babyklappen, Ludvik Hess, wehrt sich gegen die Kritik der Vereinten Nationen an seinem Projekt: Mütter, die ihre Kinder auf diese Weise abgeben, hätten dafür "ernsthafte Gründe", sagte Hess am Freitag in Prag. Als Beispiel nannte er illegale Ausländerinnen, die Angst vor einer Abschiebung hätten. Seit dem Start des Projekts vor sechs Jahren seien 50 Kinder abgegeben worden. "Ich glaube fest daran, dass wir weitere neue Babyboxen einrichten können", sagte Hess.

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