US-Studenten erwartet Folter

Nordkorea

US-Studenten erwartet Folter

Wegen einer scheinbaren Lappalie, er hatte ein Banner mit einer politischen Losung gestohlen, wurde der US-Student Otto Warmbier am Mittwoch vom nordkoreanischen Regime zu einer drakonischen Strafe verurteilt: Für 15 Jahre soll er in ein Arbeitslager geschickt werden. Unter Tränen bat Warmbier um Vergebung.

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200.000 Gefangene
Denn er weiß, was ihn erwartet und wovon Überlebende wie die Menschenrechtsaktivistin Lee Soon-ok berichten: Menschen werden gefoltert, müssen bis zu 18 Stunden täglich Arbeitsdienste leisten, leiden Hunger und leben unter unhaltbaren hygienischen Zuständen. Bis zu 200.000 Menschen sollen derzeit dort einsitzen. Ihr Tod wird in Kauf genommen.

So zynisch es klingt: Warmbiers Nationalität bewahrt ihn wahrscheinlich vor dem Tod. Diktator Kim wird kaum riskieren, einen US-Amerikaner in seinen Lagern sterben zu lassen. Der Student ist ein perfektes diplomatisches Druckmittel.

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