16. September 2012 16:18

"Große Gefahr"  

US-Verteidigungsminister warnt Japan vor Krieg

China bereit, "kleinen Konflikt" um die Senkaku/Diaoyu-Inseln zu riskieren

US-Verteidigungsminister warnt Japan vor  Krieg

Verteidigungsminister Leon Panetta warnt im Fall weiterer "Provokationen" vor einem Abgleiten des Streits um die Senkaku/Diaoyu-Inseln in einen Krieg. "Ich bin besorgt, wenn ich sehe, dass Länder verschiedene Provokationen begehen", sagte der Minister bei einem Besuch in Tokio am Sonntag. Indessen berichtete die japanische Zeitung "Asahi Shimbun Digital" ebenfalls am Sonntag, eine "chinesische Amtsperson" habe nahegelegt, das Land wäre bereit, einen "kleinen Konflikt" über die Territorialstreitigkeiten zu riskieren und Schiffe der japanischen Küstenwache aus den Gewässern um die Inseln zu vertreiben.

"Die Vereinigten Staaten nehmen in Betracht von Territorialstreitigkeiten keine Position ein", hatte Panetta auf dem Flug nach Japan erklärt. "Doch wir halten nicht nur China, sondern auch die anderen involvierten Länder dazu an, sich an einem Prozess zu beteiligen, in dem sie diese Probleme friedfertig überwinden können." Eigentliches Thema seines Besuches in der japanischen Hauptstadt ist die Neuaufstellung des in Japan stationierten US-Militärs und die Erweiterung eines gemeinsamen Raketenabwehrsystems. Nächste Station der Reise ist Peking, wo der US-Verteidigungsminister die militärischen Beziehungen zwischen den USA und China vertiefen will.

Im Streit um den Archipel hatte China am Freitag mit der Entsendung von sechs Patrouillenbooten zu dem Archipel scharfen Protest aus Tokio provoziert. Der chinesische Rundfunk berichtete am Sonntag, diese Woche wollten rund tausend chinesische Fischerboote in die Gegend um die Inseln fahren. Unterdessen wird in Peking bereits sechs Tage hintereinander vor der japanischen Botschaft demonstriert. Immer wieder kommt es auch zu Angriffen auf japanische Bürger und Touristen.

Die umstrittene Inselgruppe, die in China Diaoyu und in Japan Senkaku heißt, liegt rund 200 Kilometer nördlich von Taiwan und rund 2.000 Kilometer von Tokio entfernt. Vier der fünf Inseln waren bisher in japanischem Privatbesitz, eine gehört der Stadt Tokio. Die japanische Regierung beschloss in der vergangenen Woche den Kauf von drei Inseln. Die Inselgruppe ist von strategisch wichtiger Bedeutung, zudem werden auf dem Meeresboden Öl- und Gasvorkommen vermutet.
 


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3 Postings
Zillertaler333 meint am 17.09.2012 12:21:20 ANTWORTEN >
Die Amerikaner waren schon immer hirnlos,und steigbügel für die Juden.
sehr witzig! (GAST) meint am 17.09.2012 10:36:16 ANTWORTEN >
gerade die USA, die seit 1945 so ziemlich JEDEN krieg verursacht haben (offiziell und inoffiziell, mit oder ohne CIA) warnen vor krieg? das ist wohl die schlimmste heuchelei des jahrhunderts! die USA haben die letzten 60 jahre MILLIONEN unschuldige auf dem gewissen! alleine 200.000 tote in guatemala, zig diktatoren und massenmörder an die macht gebracht, mit geld und waffen unterstützt, revolutionen ausgelöst, ganze regionen ins chaos gestürzt usw usw usw.....
aber da sagt niemand was! solange man den hitler immer wieder in erinnerung ruft, können sich seine klone hinter ihm verstecken!
Die... (GAST) meint am 17.09.2012 07:12:47 ANTWORTEN >
...nächsten zwei Trottelstaaten, die sich wegen ein paar unbewohnter Inseln die Köpfe einschlagen wollen.
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