USA richten geistig Zurückgebliebene hin

Mann und Stiefsohn tot

© AP

USA richten geistig Zurückgebliebene hin

Die erste Hinrichtung einer Frau im US-Bundesstaat Virginia seit fast 100 Jahren steht kurz bevor. Der Oberste Gerichtshof der USA wies einen Antrag zurück, die Vollstreckung aufzuhalten. Zwei der drei Richterinnen des neunköpfigen Supreme Court hätten sich für eine Blockierung der Hinrichtung ausgesprochen, heißt es in der Mitteilung des Gerichts.

Geisteszustand grenzt an Behinderung
Bereits am Freitag hatte der Gouverneur des Staates, Bob McDonnell, ein Gnadengesuch für die 41 Jahre alte Teresa Lewis abgelehnt. Die Hinrichtung durch eine Giftspritze soll am Donnerstagabend (Ortszeit) stattfinden. Insgesamt sind in den Vereinigten Staaten bisher erst elf Frauen hingerichtet worden, seit die Todesstrafe 1976 wieder eingeführt wurde.

Die Frau wurde wegen Mordes an ihrem Ehemann und Stiefsohn verurteilt. Sie hatte gestanden, 2002 zwei Komplizen für die Tat angeheuert zu haben. Das Urteil ist allerdings stark umstritten, da Lewis lediglich über eine sehr geringe Intelligenz verfügt. Nach Ansicht ihrer Anwälte grenzt ihr Geisteszustand an eine Behinderung, was ein Todesurteil ausschließen müsste. Zudem wird bemängelt, dass die Komplizen, die die Tat letztlich ausführten hatten, mit lebenslangen Haftstrafen davonkamen.

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