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USA warnen von Anschlagsgefahr

In Antalya und Istanbul

USA warnen von Anschlagsgefahr

Die USA haben ihre Staatsangehörigen in der Türkei vor einer "glaubwürdigen Bedrohung" gegen Touristengebiete gewarnt. Dies gelte insbesondere für Istanbul und den Küstenort Antalya, hieß es in einer am Samstag von der Botschaft verbreiteten E-Mail. US-Bürger in dem Land sollten höchste Vorsicht walten lassen.

Aufruf zur Ausreise
Die israelische Terrorabwehrbehörde hatte israelische Touristen kurz zuvor sogar zur baldigen Ausreise aus der Türkei aufgerufen. "Es gibt unmittelbare Risiken, dass Angriffe durchgeführt werden", hieß es in der Mitteilung am Freitag. "Die Bedrohung gilt für alle touristischen Orte im Staat." Israelische Urlauber in der Türkei wurden aufgefordert, "zum frühest möglichen Zeitpunkt abzureisen". Israel hatte die Türkei kürzlich in die zweithöchste Warnstufe eingeordnet, wonach eine "konkrete hohe Bedrohung" besteht.

Empfehlung des Außenministeriums
Das österreichische Außenministerium empfiehlt auf seiner Webseite "dringend" im ganzen Land "stark frequentierte Plätze sowie Staats- und Regierungsgebäude und militärische Einrichtungen möglichst zu meiden".

Sicherheitsmaßnahmen verschärft
Bei einer Explosion in Istanbul wurden unterdessen am Samstagabend drei Menschen leicht verletzt. Türkische Medien berichteten, eine Knallgranate sei am Abend nahe einer Busstation detoniert. Kurz darauf sei eine zweiter Sprengsatz in der Nähe explodiert, dabei sei niemand verletzt worden. Die Polizei habe die Sicherheitsmaßnahmen verschärft.

Selbstmordanschläge
Ein Selbstmordattentäter hatte am 19. März in der belebten Istanbuler Einkaufsstraße Istiklal drei Israelis und einen Iraner mit in den Tod gerissen. Ein Selbstmordanschlag am 12. Jänner im historischen Istanbuler Altstadtviertel Sultanahmet kostete zwölf deutsche Urlauber das Leben. Für beide Anschläge wurde die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) verantwortlich gemacht.

Eine aus der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK hervorgegangene Splittergruppe - die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) - hatte außerdem im Februar und März Selbstmordanschläge in der Hauptstadt Ankara verübt. Mindestens 67 Menschen wurden getötet. Die TAK hatte auch gedroht, Anschläge in Touristenorten zu verüben.

Rückgang der Besucherzahlen
Die Besucherzahlen in der Türkei haben zuletzt deutlich abgenommen. Das liegt nicht nur an der Angst vor Anschlägen: Seit dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs im Grenzgebiet zu Syrien durch die Türkei bleiben auch russische Touristen fern, die zu den größten Urlaubergruppen zählten. Der Tourismussektor ist ein wichtiger Pfeiler der türkischen Wirtschaft.

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