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Separatisten stürmen Polizei-Zentrale in Odessa

Prorussische Kräfte haben am Sonntag die Zentrale der Polizei in der südukrainischen Hafenstadt Odessa angegriffen. Die rund 3000 Demonstranten riefen "Faschisten, Faschisten", als sie das Gebäude stürmten. Sie brachen Türen auf und warfen Fensterscheiben ein. In der Hafenstadt war am Freitagabend die Gewalt zwischen Anhängern der Regierungen in Kiew und Moskau eskaliert.

42 Menschen wurden bei den Zusammenstößen und dem Brand eines Gewerkschaftsgebäude getötet. Der ukrainische Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk bezeichnete die tödliche Gewalt in Odessa unterdessen als Teil eines russischen "Plans zur Zerstörung der Ukraine".

Gewalt in der Ostukraine tobt weiter
In der Ostukraine regiert weiter die Gewalt. Mit Kampfhubschraubern und Panzerfahrzeugen gingen Regierungstruppen am Sonntag erneut gegen prorussische Separatisten vor. Der "Anti-Terror-Einsatz" werde fortgesetzt, kündigte Innenminister Arsen Awakow in Kiew an. Moskau befürchtet eine Großoffensive der ukrainischen Sicherheitskräfte.

Awakow sagte: "Wir werden weiter gegen Extremisten und Terroristen vorgehen, die Gesetze ignorieren und das Leben der Bürger gefährden." Gemeint sind die prorussischen Aktivisten, die mehr Autonomie für die Regionen im Osten der früheren Sowjetrepublik fordern. Seit Wochen halten die zum Großteil bewaffneten Kräfte in der Region Dutzende Verwaltungsgebäude besetzt, sie haben zudem eine "Volksrepublik Donezk" ausgerufen.

Nach Awakows Worten wurde in Lugansk mindestens ein Aktivist erschossen, zwei weitere wurden verletzt. In Mariupol begannen die Regierungseinheiten mit dem Sturm auf ein besetztes Verwaltungsgebäude. "Sie haben uns fünf Minuten gegeben, um das Haus zu verlassen, und danach das Feuer eröffnet", sagte ein Separatistensprecher.

In Konstantinowka wurden mehrere Sicherheitskräfte beim Kampf um einen Fernsehturm verletzt. "Die Terroristen verwenden schwere Waffen. Aber wir halten die Stellung", teilte Minister Awakow mit. Aus Kramatorsk und aus Slawjansk, wo am Samstag die vor einer Woche festgesetzten OSZE-Beobachter freigelassen wurden, fielen nur vereinzelt Schüsse.

Auch in der Gebietshauptstadt Donezk kam es wieder zu Gewalt. Maskierte und mit Knüppeln bewaffnete Demonstranten nahmen ein Gebäude des Geheimdienstes SBU ein. Die Polizei habe nicht eingegriffen, hieß es. In der Stadt Gorlowka erstürmten moskautreue Aktivisten ein Verwaltungsgebäude. Auch aus Lugansk und Konstantinowka wurden vereinzelte Gefechte gemeldet.

Russland fordert Reaktion des Westens
Russland fordert von der OSZE und dem Europarat eine scharfe Reaktion auf die "Anti-Terror-Operation" in der Ostukraine. Die Regierung in Kiew führe eine "Strafaktion gegen das eigene Volk" durch, aber der Westen schweige dazu, kritisierte das Außenministerium in Moskau am Sonntag.

CIA berät Regierung in Kiew
Die Regierung in Kiew wird einem Bericht zufolge von Dutzenden Spezialisten des US-Geheimdienstes CIA und der US-Bundespolizei FBI beraten. Die Beamten sollten im Auftrag der US-Regierung dabei helfen, die Rebellion im Osten des Landes zu beenden und eine funktionsfähige Sicherheitsstruktur aufzubauen, meldete die Zeitung "Bild am Sonntag"unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise.

Die Agenten seien aber nicht direkt an den Kämpfen mit den pro-russischen Milizen in der Ost-Ukraine beteiligt. Ihre Tätigkeit beschränke sich auf die Hauptstadt Kiew. Die FBI-Agenten sollten der Übergangsregierung zudem dabei helfen, die organisierte Kriminalität im Lande zu bekämpfen.






 

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