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Ukraine: Putin will den Krim-Krieg

Kampf um Schwarzmeer-Halbinsel

Ukraine: Putin will den Krim-Krieg

Der Nervenkrieg auf der Krim ist auf dem Höhepunkt. Die Welt steht vor einem Krieg: „So gefährlich war die Lage noch nie“, analysiert Ostexperte Paul Lendvai für ÖSTERREICH.

  • Samstag, 10 Uhr. Putin macht Ernst. Er agiert nach dem Prinzip: „Wo Russen wohnen, ist Russland.“ Er schickt 6.000 Soldaten auf die Halbinsel. Zuvor hatte der Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow ein „Gesuch um Beistand“ an Putin gerichtet.
  • 11 Uhr. Im Minutentakt landen russische Transportmaschinen. Maskierte Soldaten ohne Hoheitszeichen besetzen alle strategisch wichtigen Punkte. Soldaten mit MGs sichern Checkpoints.
  • 13 Uhr. Der Luftraum über der Krim wird gesperrt, die Flughäfen sind zu. Handy-Verbindungen sind blockiert. US-Präsident Barack Obama warnt Putin: „Jede Militärintervention kostet einen hohen Preis.“
  • 15 Uhr. Putin schert sich nicht um Obama. Er holt sich vom Parlament die Zustimmung für einen Militäreinsatz. Motto: „Wir müssen unsere russischen Bürger in der Ukraine schützen.“
  • 15 Uhr. Vitali Klitschko fordert eine „Generalmobilmachung“.
  • 20 Uhr. Der UNO-Sicherheitsrat trifft sich zu einer Sondersitzung. Die Ukraine bittet die USA, China, Frankreich und England um Schutz.
  • 20.40 Uhr. Der ukrainische Interims-Präsident Alexander Turtschinow versetzt die Armee in Alarmbereitschaft.
  • 21.40 Uhr. Obama beruft seinen nationalen Sicherheitsstab ein.
  • 22 Uhr. Zwei russische Kreuzer werden vor der Krim gesichtet. Man hofft, es sind nur Drohgebärden.
  • 22 45 Uhr: Putin hat in einem Telefonat mit Obama erklärt, dass Russland seine Interessen im Osten der Ukraine oder auf der Halbinsel Krim verteidigen wird. Es sollen sich bereits 15.000 russische Soldaten in dem umstrittenen Gebiet befinden.

Pulverfass Krim: Darum geht es jetzt

  • Russisches Land: 1954 schenkte Chruschtschow die Krim der Ukraine. In der UdSSR war das egal, jetzt nicht mehr.
  • Russische Bevölkerung: Zwei Millionen leben auf der Krim, 60 Prozent davon sind ethnische Russen.
  • Stützpunkt: Russlands Flotte kontrolliert von Sewastopol das Schwarze Meer.
  • Pforte: Die Krim liegt am Eingang zum Asowschen Meer, in das der Fluss Don mündet – eine zentrale Wasserstraße.
  • Referendum: Am 30. März wird über die Zugehörigkeit der Halbinsel Krim abgestimmt.
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