Ukraine: Sondereinheiten marschieren auf

Proteste

Ukraine: Sondereinheiten marschieren auf

Nach tagelangen Massenprotesten hat sich der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch zu Gesprächen mit der Opposition bereit erklärt. Das teilte der Präsidentenpalast in Kiew am Montag mit. Zudem wolle sich der Staatschef am Dienstag mit seinen Amtsvorgängern Leonid Krawtschuk, Leonid Kutschma und Viktor Juschtschenko treffen, um über die politische Krise im Land zu beraten.

Die drei Ex-Präsidenten hatten in der vergangenen Woche ihre Solidarität mit den Demonstranten erklärt und Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition gefordert. Janukowitsch habe "die Initiative" seiner Amtsvorgänger akzeptiert, erklärte das Präsidialamt nun.

Am Sonntag hatte auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Janukowitsch zum Dialog mit der Opposition aufgerufen. Die ukrainische Regierung hatte vor zwei Wochen unter dem Druck Moskaus die geplante Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union überraschend abgesagt. Seitdem gibt es in Kiew Massenproteste gegen die Staatsführung. Die Proteste stürzten das 46-Millionen-Einwohner-Land in die tiefste politische Krise seit der orangenen Revolution von 2004.

Klitschko stimmte Gespräch mit Janukowitsch zu
Nach wochenlangen Massenprotesten proeuropäischer Regierungsgegner hat das ukrainische Innenministerium im Zentrum von Kiew erstmals Sondereinheiten aufmarschieren lassen. Hunderte Polizisten mit Helmen, Schutzanzügen und Schilden bauten sich am Montag am Unabhängigkeitsplatz (Maidan) und dem Kreschtschatik-Boulevard auf. Der Oppositionspolitiker Vitali Klitschko kritisierte die Maßnahme scharf.

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